die FGAN e.V. in Wachtberg

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FGAN (Forschungsgesellschaft für angewandte Naturwissenschaften) e.V.
(Research association for applied natural sciences)
(gehört nicht direkt zur Eifel, aber zur Voreifel):

Wenn man über die A 61 fährt, sieht man südlich von Meckenheim einen "Tennisball", es ist das Radom der FGAN e.V.. Sie liegt in Wachtberg - das ist eine Verbandsgemeinde und als Ort nicht vorhanden (darum wird es öfter nicht gefunden), die Hauptorte sind Wachtberg-Berkum und -Niederbachem, das Gelände liegt bei -Berkum, gehört aber zu -Werthhoven. Hier ein Lageplan Lageplan der FGAN und eine Luftbildaufnahme Luftbild der FGAN (v. General-Anzeiger, Bonn ).
Die Kugel ist sehr weit zu sehen und in Europa einzigartig, darum erwähnenswert.
FGAN-"Kugel" (Radom) Es handelt sich um ein Radar zur Weltraumbeobachtung, welches zum Schutz gegen Witterungseinflüsse mit einer 50-m-Kuppel umspannt ist. FGAN am Horizont Viele halten es für ein Radioteleskop (das nächste ist in Effelsberg) oder ein Observatorium. Ein ähnliches Radar gibt's wohl nur in den USA.
Vom Wachtbergring gesehen
FGAN
Ab und zu sind auch Wartungsarbeiten durchzuführen, dazu wird dann ein Gerüst aufgebaut, welches um die "Kugel" fährt: Wartungsarbeiten an der Radarkuppel Wartungsarbeiten an der Radarkuppel Wartungsarbeiten an der Radarkuppel Übrigens - man darf von ausserhalb fotografieren (von da sind alle Aufnahmen gemacht worden), nur nicht auf dem Gelände.
Ich selbst war von 05/1990 - 12/2002 dort im Wachdienst tätig.
Zum Vergleich das Radioteleskop Effelsberg: Radioteleskop Effelsberg In einer Talsenke liegt die weiße Konstruktion des Radio-Teleskops (Foto:gss)
Hier nun eine Beschreibung der FGAN e.V.:

(Aus seinerzeit 5 Instituten (FHP, FFM/FAT, IFE, FIM, FFO) wurden die nachfolgend vorgestellten drei)
Die FGAN betreibt naturwissenschaftliche Forschung vorwiegend auf den Gebieten der Sensorik, Elektronik, Kommunikation, Informatik und Ergonomie mit dem Ziel, grundlegende Erkenntnisse und neuartige Verfahren zu erarbeiten.
Mit Schwergewicht widmet sie sich im Interesse der Landesverteidigung liegenden, von öffentlichen Zuwendungsgebern übertragenen Forschungsaufgaben, dabei insbesondere um die Erhöhung der Leistungsfähigkeit derzeitiger und zukünftiger Aufklärungs- und Führungssysteme.
Die Forschungsaufgaben der FGAN sind generell anwendungsorientiert und haben überwiegend experimentellen Charakter.
Die FGAN beschäftigt etwa 500 Mitarbeiter, darunter ca.200 Wissenschaftler, in derzeit 3 Forschungsinstituten an drei Standorten in Deutschland.
Die Arbeiten des Forschungsinstituts für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) sind ausgerichtet auf die Entwicklung von Radarkonzepten zur Zielerfassung, Zielaufklärung und Zielannäherung in militärischen Systemen. Die Forschungsfelder umfassen Abstrahlung, Streuung und Ausbreitung elektromagnetischer Wellen von Meter- bis submm-Wellenlängen und Sensorik einschließlich der Signal- und Datenverarbeitung zur Extraktion und Weiterverarbeitung der im Wellenfeld enthaltenen Zielinformationen.
Das Forschungsinstitut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) bearbeitet Fragen der Gestaltung und Leistungssteigerung von Führungssystemen unter Verwendung neuester Erkenntnisse aus den in seinen Namen aufgeführten Forschungsgebieten. Dazu gehören Strukturentwicklung und Datenmodellierung für Informationssysteme, Problemlösungen zur Kommunikation in komplexen verteilten Rechnernetzen, Verfahrensentwicklungen in den Bereichen Datenfusion in Sensornetzen und Aufklärung von Fernmeldeeinrichtungen sowie Untersuchungen zur ergonomischen Gestaltung von Führungssystemen bis hin zur Arbeitsplatzgestaltung von Waffensystemen.
Das Forschungsinstitut für Optronik und Mustererkennung (FOM)
befaßt sich mit allen Fragen, die mit dem Einsatz der Optronik und Mustererkennung im militärischen Bereich zusammenhängen. Es handelt sich dabei im wesemtlichen um Leistungssteigerungen militärischer Systeme durch den Einsatz von optischen Sensoren und automatischen Auswerteverfahren inkl.Multisensorik sowie Schutz- und Gegenmaßnahmen.
Soweit ein "Handzettel" der FGAN vom 01.April 1999, der an interessierte Besucher verteilt wird.

Hier noch ein aktueller Artikel von Anfang Mai 2004:

Das Radarprinzip wird 100 (Krupp-Verlag, 18.Kalenderwoche 2004)
Radar ist nicht mehr wegzudenken aus der heutigen Zeit: Ob auf dem Land, auf dem Wasser, in der Luft oder im Weltraum: Überall dort wird mit Hilfe der elektromagnetischen Wellen der Verkehr koordiniert und überwacht, Gefahren werden erkannt und verhindert. In der Öffentlichkeit kaum bekannt ist aber, dass das Radarprinzip schon 100 Jahre alt ist und im Rheinland erfunden wurde. Im Jahre 1904 entwickelte Christian Hülsmeyer in Düsseldorf die erste praktische Anwendung der Reflexion von elektromagnetischen Wellen an Objekten: Das sogenannte Telemobiloskop.

Am 30. April 1904 meldete er sein historisches Patent an. Der Titel: "Verfahren, um entfernte metallische Gegenstände mittels elektrischer Wellen einem Beobachter zu melden". Das Ur-Radar war geboren. Am 18./19. Mai 1904 führte der damals 22jährige seine Erfindung auf der Hohenzollernbrücke in Köln vor. Passierende Rheinschiffe wurden von seinem Telemobiloskop entdeckt und mit einer elektrischen Klingel gemeldet.
Für das Forschungsinstitut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) der FGAN ist das Grund genug, eine große Jubiläumsfeier auszurichten. Zu Ehren von Christian Hülsmeyer veranstaltet das FHR in Wachtberg am 30. April einen Festakt für geladene Gäste aus Wissenschaft, Industrie und Politik im Innenraum der Großradaranlage ("Kugel"). Bekannte Wissenschaftler, wie z. B. Professor Walter Flury von der ESA oder Dr. Wolfgang Keydel (ehem. DLR) werden Vorträge halten. Daneben wird in einer Ausstellung die historische Entwicklung des Radars und die aktuelle Forschung des FHR vorgestellt. Am 1. Mai steht die weitbekannte "Kugel" im Rahmen eines "Tages der offenen Tür" erstmals für jedermann offen. Näheres unter
www.100-Jahre-Radar.de.

Hier noch ein Artikel von Ende Juli 2000 mit Bezug auf meine Heimatstadt Rheinbach:

Rheinbacher Stadtzeitung (Krupp-Verlag) v.19.Juli 2000:
Rheinbach. Zehn Jahre lang hatte Dipl. Inform. Sabine Schreiber-Ehle bei der FGAN in Wachtberg-Werthoven an der Entwicklung mobiler Kartensysteme gearbeitet; dann fasste sie den Entschluss, sich selbstständig zu machen. Zusammen mit der Dipl. Ing. Britta Seifert gründete sie die Firma Screen Paper Communication GmbH. Die Jungunternehmerinnen ließen sich zuerst im GTZ Rheinbach nieder, verlegten aber vor einiger Zeit ihre Büroräume in die Schumannstraße 6. Hauptarbeitsbereich ist nach wie vor die Arbeit am und mit dem mobilen Kartensystem, das die Nutzung von geographischen Karten und Zusatzinformationen in mobilen Geräten ermöglicht. Die Arbeit ist hauptsächlich für die Planungsstäbe der Bundeswehr von immenser Bedeutung, können doch verschiedene derzeitige Standorte eingeblendet, Wegstrecken protokolliert und mögliche Bewegungen simultan auf verschiedenen Monitoren durchgespielt werden. Das kann insbesondere bei friedenssichernden Maßnahmen umständliche Wege und somit unnötigen Zeitaufwand bei Plan- und Lagebesprechungen ersparen. So war die Firma natürlich auch auf der sogenannten "Cebit der Bundeswehr" in der Bad Godesberger Stadthalle mit einem eigenen Stand vertreten. Ein weiterer Schritt nach vorne war die Unterzeichnung des Rahmenvertrags "Innovation, Investition und Wirtschaftlichkeit in der Bundeswehr" am 20. Juni in Berlin im Beisein von Minister Rudolf Scharping. Dem Vertrag mit dem Bundesministerium für Verteidigung sind insgesamt etwa 400 Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft beigetreten. Die Rheinbacher feierten die Unterzeichnung mit einem kleinen Sommerfest in ihren Büroräumen. Zusammen mit den freien Mitarbeitern umfasst Screen Paper Communication 11 Mitarbeiter und eine Auszubildende im Bereich Fachinformatik und Anwendungsentwicklung. Besonders davon begeistert zeigte sich Bürgermeister Stefan Raetz, der das Sommerfest nutzte, um persönlich seine Glückwünsche zu überbringen. "Absolventen dieser Ausbildung sind ja genau die, die überall händeringend gesucht werden", sagte Raetz, der sich auch im Detail für die junge Rheinbacher Firma interessierte, zeigt sie doch ein erfolgreiches Beispiel lohnender Unternehmensansiedlung in der Türmestadt. Natürlich arbeiten Screen Paper Communication auch auf anderen Bereichen des Softwareengineering, Consulting und des Internet. Sie stimmen die Möglichkeiten modernen Informationstechnik speziell auf jeden Benutzer und seinen derzeitigen Bedarf ab, wobei sie die Möglichkeiten der Expansion oder Umstrukturierung mit einkalkulieren.
(T.B.)

FGAN e.V.

Max Planck Institut fuer Radioastronomie Bonn (Effelsberg)

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Diese Seite wurde am 26. Juni 1999 erstellt, letzte Änderung 06. Juli 2008
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