Rheinbach, Seite 9
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Neues von den Nibelungen?
Artikel v.04.06.2002 General-Anzeiger-Bonn
(K)eine
Spur von Goldrausch in Loch Seine
Argumentation stützt er auf das Nibelungen-Lied. Dabei
bezieht sich Patzwaldt auf Wörter wie "rin"
"Worms" und "sancte". Die
ursprünglichen Erklärungen dieser Wörter waren Rhein,
Worms und gesunken. Patzwaldts Deutung: Mit
"rin" sei nicht der Rhein, sondern Rheinbach
gemeint und "Worms" stehe nicht für die
gleichnamige Stadt sondern für den Ort Wormersdorf. Dass
aus "sancte" später "versenken"
wurde, sei "völlig grundlos" geschehen. Dieses
Wort beziehe sich auf den germanischen Betrugs- und
Unterweltgott Loki, dem Hagen von Tronje den Schatz
weihte, um seinen Meuchelmord an Siegfried zu
"sanct"-ionieren, sich also reinzuwaschen. |
Artikel v.06.06.2002 Express-Bonn
Amis
wollen den Schatz heben
Bonn Das sagenhafte Gold der Nibelungen. Nicht im Rhein soll es liegen, wie seit Ewigkeiten behauptet wird. Der Bonner Forscher Rudolf Patzwaldt ist sich sicher, dass der gewaltige Schatz, der der Sage nach auf 144 Ochsen-Karren transportiert wurde, in Rheinbach-Loch liegt (EXPRESS berichtete). Patzwaldt will den Schatz heben, ist dabei aber auf die Hilfe finanzkräftiger Sponsoren angewiesen. Und nach dem EXPRESS-Bericht bekommt er jetzt kräftig Wind in die Segel. Eine deutsch-amerikanische Finanzierungs-Gesellschaft hat Interesse bekundet, will Patzwaldts Vorhaben sponsern. Ein Manager der Gesellschaft, die ungenannt bleiben will, ist mit dem EXPRESS im Gepäck und Patzwaldts Unterlagen in die Staaten gereist. Hier will er reiche Amerikaner finden, die das Unternehmen finanzieren. Von mehreren Millionen Dollar ist die Rede. So läuft das Risikofinanz-System: Eine Fima finanziert die Ausgrabung, bekommt im Erfolgsfalle einen festgelegten Prozentsatz. In Rheinbach-Loch dagegen ist man gar nicht begeistert. Ortsvorsteher Peter Eichen (65): Das alles ist eine Erzählung und beruht wohl nicht auf Tatsachen. Auch Josef Schlösser (57) ist skeptisch: Den Trubel, der mit einer Ausgrabung verbunden wäre, will hier keiner. Lass die Leute graben, ich würde darin nicht investieren. Ähnlich siehts auch Michael Rhoos. Der 37-Jährige: Wir haben hier eine tolle Gemeinschaft und genießen die Ruhe. Das soll auch so bleiben. EXPRESS war auch in Kalenborn. Hier könnte nach Patzwaldts Theorie Siegfried ermordet worden sein. Siegfried wurde an einem kalten Brunnen ermordet. Kalenborn ist rheinisch und bedeutet nichts anderes als »Kalter Brunnen«. Karl-Josef Zimmermann (54), Wirt der Kalenborner Höhe bestätigt: Die Geschichte ist im Dorf seit vielen, vielen Jahren bekannt. Schon in der Schule haben wir Ausflüge an die Quelle des Swistbaches gemacht und dort alte Mauerreste entdeckt. Wo lag das Reich der Burgunder? Einer der Angelpunkte in Rudolf Patzwaldts Thesen ist die Frage, ob es sich bei dem heutigen Dorf Wormersdorf (Ortsteil von Rheinbach) um das Vorbild des Worms des Nibelungenliedes und bei dem umliegenden Land um das ehemalige Reich der Burgunder handeln könnte. Patzwaldt beruft sich bei seinen Ideen auf einen Fachmann für die frühe Geschichte des Rheinlands: Professor Harald von Petrikovits. Auch der zweifelte in Aufsätzen an, dass die Wohnsitze der Burgunder bei Worms anzusiedeln sind. |
Übrigens - warum heißt denn einer der "Berge" des Siebengebirgers bei Bonn "Drachenfels"?
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Diese Seite wurde am 08. Juni 2002 erstellt, letzte Änderung am
31. Dezember 2008
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