Natur 17 - Berichte der Vogelfreunde Rheinbach

Didis Naturseite 17


Hier Berichte der Vogelfreunde Rheinbach - Verein für Natur und Umwelt e.V.
Vogelfreunde Rheinbach

Ich möchte mich hier nicht mit fremden Federn schmücken, sondern Mitteilungen des Vereins einer größeren Leserschaft bekannt machen

Vogelfreunde Rheinbach - Bericht aus dem Rheinbacher Stadtanzeiger www.Kruppverlag.de
Fledermäuse statt Soldaten

Rheinbach. Etwa 300 in den vergangenen einhundert Jahren angelegte Bunker im Grenzdreieck zwischen Polen, der Tschechischen Republik und Deutschland sehen einer friedlichen Nutzung entgegen. Sie sollen in Zukunft 12 der insgesamt 22 heimischen Fledermausarten wertvolle Lebensräume bieten. Diese 12 Arten überwintern in natürlichen oder künstlichen Hohlräumen in der Erde wie Höhlen oder Stollen.

Da die Bunker seinerzeit jedoch gesprengt wurden, frieren sie im Winter leider bis zum Grunde durch und sind für die Überwinterung der Tiere nicht geeignet. Dr. Eugeniusz Nowak, renommierter Biologe und Naturschützer, beschäftigte sich im Auftrag der Umweltstiftung Euronatur mit der Herrichtung dieser Bunker: hierbei werden die Bunker wieder zugemauert und mit Einfluggittern versehen, damit die Tiere ein- und ausfliegen können und in der Tiefe eine Temperatur vorfinden, die sie den Winter überstehen lässt. Innerhalb des Vortragsprogramms der Vogelfreunde Rheinbach wird Dr. Nowak in einem interessanten Diavortrag über diese aktuelle länderübergreifende Naturschutzaktion berichten, die auch interessant für die Naturschützer in der Region sein dürfte, denn Bunker gibt es hier schließlich auch.

Streifzüge durchs Fuchsrevier Jungfuchs Spielende Jungfüchse.

Rheinbach. Eines der bekanntesten Raubtiere unserer Landschaft ist sicherlich der Fuchs. Man muss schon viel Glück haben eines dieser prachtvollen Tiere bei seinen Streifzügen zu beobachten.

Viele Stunden habe ich draußen in der Natur verbracht, um von diesem vorsichtigen und scheuen Tier einige Fotos machen zu können. Voraussetzung für Erfolg waren sehr frühes Aufstehen (vor Sonnenaufgang), viel Geduld, Ausdauer, eine gute Tarnung und ein starkes Teleobjektiv.

Sein Lebensraum Der Fuchs nutzt viele Möglichkeiten um sich seinen Lebensraum zu sichern. Durch seine vielseitigen Ernährungsgewohnheiten ist er fast überall in unserer Landschaft Zuhause. Seinen Bau kann man in Feldern, Wäldern, Kiesgruben, Parks und sogar auf großen Friedhöfen finden. Auch sämtliche Klima- und Vegetationszonen, von der Küste bis ins Hochgebirge, zählen zu seinen Lebensräumen. Sein Revier kann bis zu 8 Kilometern im Durchmesser groß sein.

Interessantes über die Familie Der Fuchs erreicht eine Körperlänge mit Schwanz bis zu 1,40 m und kann bis 10 kg schwer werden. Seine Hochzeit (Ranzzeit) hält er in der kältesten Jahreszeit - Januar/Februar. Wenn es zur erfolgreichen Befruchtung kommt, werden die Jungen (Welpen) nach einer Tragzeit von 2 Monaten im April/Mai, im Fuchsbau, in einem sogenannten Wurfkessel geboren. Diesen Kessel hat die Füchsin ( Fähe) liebevoll mit ihren Bauchhaaren ausgepolstert. Ein Wurf Jungfüchse kann aus bis zu 12 Tieren bestehen, üblich sind aber 4 bis 5.

Die Welpen sind 14 Tage blind und werden von der Fähe 3 Wochen lang nur mit Muttermilch ernährt. Danach bringen beide Altfüchse Beute, dazu zählen an erster Stelle Mäuse, außerdem noch Schnecken, Raupen, Frösche, Eidechsen, Fische, Kerbtiere, Blaubeeren, Himbeeren, Weintrauben und vieles mehr.

Das Lied: "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" ist vielen von Ihnen bekannt. Dazu möchte ich sagen, dass ich bei meinen Beobachtungen Füchse nur bei der Jagd nach Mäusen gesehen habe. Das heißt aber nicht, das junge Kaninchen, Hasen, Rehkitze, Bodenbrüter und Federvieh in Wohngebieten von ihm verschont bleiben. Da auch kranke, schwache und verendete Tiere zu seiner Beute gehöre, trägt er zwangsläufig zur Gesunderhaltung vieler Arten bei. Hauptsächlich ist er in der Dämmerung und in der Nacht aktiv, dabei sind seine gut ausgebildeten Gehör-, Geruchs- und Tastsinne von großem Nutzen.

Anfang August löst sich die Fuchsfamilie auf und der Nachwuchs sucht sich sein eigenes Revier. Natürliche Feinde sind für den Fuchs sehr selten geworden: Seeadler, Steinadler und Uhu gehören dazu. Krankheiten, Autoverkehr und die Jagd hinterlassen kurzfristig ihre Spuren. Die Füchse vermehren sich aber wieder sehr schnell und können bis zu 14 Jahre alt werden. Solange Jungfüchse noch nicht selbstständig sind dürfen die Alttiere nicht bejagt werden. Vor allzu zutraulichen Tieren sei gewarnt, es besteht Tollwutgefahr. Bitte sofort Polizei, Gemeinde oder den Förster informieren.

Heinrich Pützler, Rheinbach, Mitglied der Vogelfreunde Rheinbach und der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen

Amsel, Drossel, Fink und Star... (Kalenderwoche 37)
Rheinbach. Am vergangenen Freitag präsentierten die Vogelfreunde Rheinbach neun neue Lehrtafeln, die sie im Rheinbacher Wald aufgestellt haben. Jeweils drei dieser Tafeln sind fortan am Waldkapellchen, im ehemaligen Steinbruch nahe Merzbach und an der Tomburg zu sehen. Auf ihnen abgebildet sind unter anderem einheimische Singvögel, heimische Lurche und Schmetterlinge.

Der Vorsitzende der Vogelfreunde Rheinbach, Matthias Simon hofft, dass man so "bei den Besuchern des Rheinbacher Waldes ein gesteigertes Interesse für die Natur erreicht". Auch Kinder und Jugendliche könnten sich anhand dieser Tafeln über die heimische Fauna und Flora informieren.

Zu der offiziellen Errichtung am Waldkapellchen waren auch der Umweltdezernent des Rhein-Sieg-Kreises, Michael Jaeger und der Geschäftsführer der Kreissparkasse Siegburg, Walter W. Viebahn erschienen. Viebahn überreichte den Vogelfreunden einen Scheck über 10.000 Mark und unterstrich somit die gute Zusammenarbeit zwischen Kreissparkasse und Vogelfreunden.

Jaeger lobte die Rheinbacher Vogelfreunde für ihr effektives Engagement. Seit 1962 setzen sich diese für den Natur- und Umweltschutz ein und wurden bereist einige Male mit dem Umweltschutzpreis des Rhein-Sieg-Kreises ausgezeichnet.

Der Vorsitzende Matthias Simon hofft, dass die Lehrtafeln noch lange erhalten bleiben: "Wir wünschen uns, dass sie nicht von irgendwelchen Vandalen beschädigt werden." tosch
Auge in Auge mit der Natur (Rheinbacher Stadtzeitung Nr.12 v.21.3.2001)
Rheinbach. Es ist einerseits die technische Perfektion, die den Betrachter begeistert, andererseits die künstlerische Einfühlung, die aus vielfach übersehenen natürlichen Vorkommnissen und Erscheinungen die vielgestaltige Kunst der umgebenden Schöpfung sichtbar macht. So lässt sich in etwa die Faszination beschreiben, die die Naturfotografien von Heinrich Pützler und Jörg Steinborn-Flügger auf die Besucher der Galerie-Etage der Raiffeisenbank Rheinbach Euskirchen in der Hauptstraße ausübt. Und das sind auch die entscheidenden Merkmale, die die beiden Fotografen in ihrer Arbeit verbindet, und die Prokurist Günter Frank bei der Vernissage am Freitagabend trefflich herausstellte.

Jörg Steinborn-Flügger Jörg Steinborn-Flügger wurde 1962 in Bonn-Beuel geboren und lebt seit 1987 in Alfter. Er widmete sich zunächst der Portrait-, Konzert- und Theaterfotografie und wandte sich 1990 der Naturfotografie zu. Schwerpunkt dabei war und ist für den reinen Hobbyfotografen die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Heinrich Pützler wurde 1947 in Rheinbach-Flerzheim geboren. In Rheinbach und über die Stadtgrenzen hinaus ist er gefragt als einfühlsamer Fotograf und bekannt durch seine kundigen Diavorträge und gelungenen Ausstellungen.

Wieviel Geduld unter anderem in den Naturaufnahmen steckt, vermag der betrachtende Laie nur spärlich zu ermessen. Aber zu dieser Geduld muss sich eben der Blick des Künstlers gesellen, um aus einer Reihe möglicher Fotos eben "die" Momentaufnahme zu machen, die hinter betörenden Farben und Formen zusätzlich eine Ahnung vom göttlichen Wunder der Natur vermittelt. Und somit ist es gleichsam auch eine Demutsgeste, wenn sich der Fotograf auf und in die Erde begibt, um den kleinsten Mitgeschöpfen Auge in Auge gegenüber zu sein.

Kennengelernt haben sich die beiden Fotokünstler an den Eichener Teichen; Jörg Steinborn-Flügger auf der Suche nach einem Graureiher und Heinrich Pützler beim Ansitz auf einen Eisvogel. Beides ist ihnen damals gelungen und beide Aufnahmen sind auch in der aktuellen Ausstellung zu sehen.
(T.B.)
25-jähriges Jubiläum der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (KW 20/2001, Rheinbacher Stadtzeitung)

Biotop für einheimische Vogelarten
Rheinbach. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW luden die Vogelfreunde Rheinbach zu einer Exkursion zu den Ökoteichen im Regenrückhaltebecken Rodderfeld ein. Für die Interessierten, leider waren nur weniger Teilnehmer gekommen als die Veranstalter erwartet hatten, bestand die Möglichkeit sich von den sachkundigen Führern über die "Natur aus 2. Hand" zu informieren. Die Ökoteiche sind ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie die Natur sich ihr Feld zurückerobert - wenn man sie nur lässt. "1978 haben wir mit ersten Bepflanzungen auf dem Gelände der ehemaligen Schafsweide begonnen. Zwischen 1985 und 1986 haben wir dann die ersten Ökoteiche angelegt", erzählt Dr. Klaus-Alfred Schwarzlose, der Ehrenvorsitzende der Vogelfreunde. "Damals haben wir aus der technischen Notwendigkeit des Regenrückhaltebeckens ein funktionierendes Biotop gemacht", fügt der amtierende Vorsitzende Matthias Simon hinzu. Seit Beginn der Arbeiten haben die Ehrenamtlichen von den Vogelfreunden circa 4000 Bäume und Sträucher gepflanzt für deren Pflege sie selbst verantwortlich sind, da sie das Gelände der Teiche für einen symbolischen Betrag von der Stadt Rheinbach gepachtet haben. Die Bauarbeiten in der Mitte der 80er Jahre wurden vom Rhein-Sieg-Kreis und der Bezirksregierung Köln mit 60.000 Mark unterstützt. "Alleine hätten wir diese große Summe nie aufbringen können", so Schwarzlose. Heute unterstützen 400 Mitglieder die Arbeit der Umweltschützer. Die Ökoteiche im Regenrückhaltebecken bieten aber auch interessantes Anschauungsmaterial für Schülergruppen. Der 2. Vorsitzende der Vogelfreunde, Helmut Gaßmann, ist zugleich Lehrer für Biologie am Vinzenz-Pallotti-Kolleg. Mit seinen Klassen und Kursen besucht er oft die Teiche um hier theoretisch erlerntes praxisnah umzusetzen. So bestimmten die Schüler unter anderem den pH-Wert und den Sauerstoffgehalt der Gewässer. Mit Hilfe dieser Messwerte können die Gewässergüteklassen bestimmt werden, die Aufschluss darüber geben, welche Qualität das Wasser hat. Das die Wasserqualität in den Teichen sehr gut ist, wird auch daran deutlich, dass sich in dem Biotop der Eisvogel niedergelassen hat. Dieser schöne Vogel ist auf sehr sauberes Wasser angewiesen. Verständlicherweise freuen sich die Vogelfreunde ganz besonders über den Gast und haben ihm eigens spezielle Brutstätten gebaut, damit er möglichst lange im Regenrückhaltebecken bleibt. Neben dem Eisvogel finden sich fast alle einheimischen Vogelarten in dem Biotop. Außerdem wird momentan versucht Fledermäuse anzusiedeln. Nach der Besichtigung der Teich stand eine Führung durch das Haus der Natur auf dem Programm, wo die Vogelfreunde weitere interessante Information weitergaben.
fs

Vereinsheft 1997
Vereinsheft 1997 (Fotos: Heinz Pützler)

ein paar Artikel aus der Rheinbacher Stadtzeitung, die ich abfotografiert habe:

Winterfütterung Vogelfreunde Rheinbach Verein für Natur- und Umweltschutz e.V. Frühlingserwachen Vogelfreunde Rheinbach Verein für Natur- und Umweltschutz e.V.
Kraniche Vogelfreunde Rheinbach Verein für Natur- und Umweltschutz e.V. Kleiber Vogelfreunde Rheinbach Verein für Natur- und Umweltschutz e.V.
Libellen Vogelfreunde Rheinbach Verein für Natur- und Umweltschutz e.V. Vogelfreunde Rheinbach Verein für Natur- und Umweltschutz e.V. und Amphibien Vogelfreunde Rheinbach Verein für Natur- und Umweltschutz e.V.
Öko-Teiche Vogelfreunde Rheinbach Verein für Natur- und Umweltschutz e.V. Waldohreule Vogelfreunde Rheinbach Verein für Natur- und Umweltschutz e.V.
Feldlerche
Vogel des Jahres 1998
Vogelfreunde Rheinbach Verein für Natur- und Umweltschutz e.V. Goldammer
Vogel des Jahres 1999
Vogelfreunde Rheinbach Verein für Natur- und Umweltschutz e.V.

Dr.Schwarzlose, früherer Vorstandvorsitzender des Vereins:

Goldhochzeit Dr.Schwarzlose, früherer Vorstandvorsitzender des Vereins Ehrung Dr.Schwarzlose, früherer Vorstandvorsitzender des Vereins

NABU
Naturschutzbund Deutschland, Ortsgruppe Rheinbach - Meckenheim - Swisttal

Saatkrähen Naturschutzbund Deutschland, Ortsgruppe Rheinbach - Meckenheim - Swisttal Rotmilan
Vogel des Jahres 2000
Naturschutzbund Deutschland, Ortsgruppe Rheinbach - Meckenheim - Swisttal

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Diese Seite wurde am 04. Juli 1999 erstellt, letzte Änderung am 18. April 2010
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