Musik-Seite 1
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| Wolfgang Niedecken | |||
| Andere Klassenkameraden (wie z.B. Heinz Pelzer - Baß und Wilfried Hennig - Schlagzeug) gründeten die Band "Troop", zu der auch Wolfgang Niedecken als Sänger und Gitarrist gehörte. Gespielt wurde vor allem Beatles, Rolling Stones und Jimi Hendrix. Erstere spielen heute noch als "Tiebreakers" und haben den Stil weitgehend beibehalten, letzterer ist bekanntlich Frontmann von BAP und ich bin somit einer der ältesten BAP-Fans! Aus meiner Fotosammlung habe ich jetzt drei Bilder gekramt, die alle drei 1968? zeigen! | |||
| Wolfgang Niedecken mit seiner damaligen Band "TROOP" | |||
| diese Fotos werden hier das erste Mal veröffentlicht! | |||
| Heute (16.1.2005) traf ich Wolfgang persönlich am Bühneneingang der Rheinhalle in Remagen und gab ihm Ausdrucke der obigen Fotos. 'Mal schauen, ob ich 'ne mail bekomme ;-) |
Eine kleine Biografie ;-):
| 1977: Wolfgang Niedecken, am 30.März 1951 geboren, gründet mit dem Gitarristen Hans Heres eine Band. Niedeckens Spezialität sind Kölsche Texte. |
| 1979: Die Band hat jetzt auch einen Namen: BAP. Das Debütalbum "... rockt andere kölsche Leeder" erscheint bei "Eigelstein". Nach zahlreichen Konzerten für Bürgerinitiativen und auf Stadtteil- und Schulfesten begibt sich die Band von Mai bis Juni auf ihre erste richtige Tournee - ein Riesenerfolg! |
| 1980: Mit dem Gitarristen Klaus Heuser alias Major Healy gewinnt Texter Niedecken einen kompetenten Komponisten. |
| 1982: BAP ist jetzt bei der EMI unter Vertrag und belegt mit "Für usszeschnigge" und "von drinne nach drusse" die ersten beiden Plätze der dt.LP-Charts |
| 1987: Niedecken stellt sein erstes Solo-Album "Schlagzeilen" live in Nicaragua vor, anschließend tourt BAP in China. |
| 1992: Die Kölschrock-Szene um BAP organisiert am 9.Nov. ein Anti-Rassismus-Konzert auf dem Chlodwigsplatz. Mit 100.000 Teilnehmern Kölns bisher größte Demo. |
| 1995: Zu Ehren seines Idols nimmt Niedecken das Soloalbum "Leopardenfell" mit eingeköllschten Coverversionen von Bob Dylan auf. |
| 1996: Niedecken erhält den Musikpreis der Stadt Frankfurt. Von einem Sonderzug aus stellt BAP das neue Album "Amerika" in 11 deutschen Bahnhöfen vor. |
| 1998: Niedecken bekommt am 8.Okt.das Bundesverdienstkreuz. Außerdem schreibt er die 1.FC-Köln-Hymne "FC jeff Jas". |
| 1999: Nach der Jubiläums-Tournee gibt die Rhythmusgruppe um Major Healy ihren Ausstieg bekannt. Zum letzten Konzert in der alten Besetzung pilgern am 10.Juli 10.000 BAP-Jünger nach Koblenz. |
| 2001: Die runderneuerte Band spielt das 13.Album "Aff un zo" in Mallorca ein. Wim Wenders filmt mit BAP ein Road-Movie, das im Febr.2002 unter dem Titel "Vill passiert" in die Kinos kommen soll. |
| BAP Hier nun ein Bericht des General-Anzeigers vom 12.11.1999: "Damals war ich hier das schwarze Schaf" | ||||||||
| GA-INTERVIEW Wolfgang Niedecken kehrt am
18.November zu seinen musikalischen Wurzeln zurück. "In Rheinbach habe ich eine wunderbare Jugend verbracht". BAP-Konzert als "The Warm Ups" RHEINBACH. Am Donnerstag, 18.Nov., spielen "The Warm Ups" in der Rheinbacher Stadthalle. The Warm Ups? Dahinter verbirgt sich BAP. Die Kölner Kult-Band spielt sich vor dem Tournee-Start warm in der Stadt, in der Sänger Wolfgang Niedecken als Internatszögling herangewachsen ist. Mit Niedecken sprachen Doris Pfaff und Hans-Peter Fuß. ----GA: Wieso spielt BAP in Rheinbach unter falschem Namen? NIEDECKEN: Wir haben uns kurzfristig entschieden, für die Tonfilm-Tournee doch noch Warm-Ups zu spielen. Zwei Monate zwischen Plattenpräsentation und Tourbeginn schienen uns zu lang. Wir wollten unter realen Bedingungen das Programm nochmal durchspielen. Das war am einfachstem in Rheinbach machbar. Und da meine Drähte zu Rheinbach immer noch gut sind, hat es schnell geklappt. Das mit dem Namen ist natürlich ein Gag. ----GA: Wie war Ihre Schul- und Internatszeit in Rheinbach? NIEDECKEN: 1961 oder 1962 bin ich hierhin gekommen und geblieben, bis ich von der Schule geflogen bin, das war 1970. Ich besuchte das städtische Gymnasium. Das war früher da,wo jetzt das Bekleidungshaus Ley ist. Ich lebte damals im Internat an der Tomberger Straße 16. Jetzt ist da irgendwas von der Bundeswehr drin. ----GA: Würden Sie Ihre Kinder ins Internat geben? NIEDECKEN: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Internat ein Elternhaus ersetzen kann. Ich bin mit elf in das von Pallottinern geführte Internat gekommen. Eine kleine Männergesellschaft, wo man sich durchboxen musste. Das würde ich meinen Kindern nicht zumuten. Vor allem würde ich kein konfessionell geführtes Internat nehmen. Denn alles, was mit Religion zu tun hatte, haben sie mir da ausgetrieben. Bis ich halbwegs mail eine Ader zu religiösen Themen bekommen habe, das hat gedauert. Was wirklich krank war, das war die Beichterei. Alf Zwölf- oder 13-Jähriger musste ich bei dem Pater beichten, der auch für meine Erziehung zuständig war. Das war wie eine Gehirnwäsche. Die erste Möglichkeit, aus der Kirche auszutreten, habe ich wahrgenommen. Meine Söhne habe ich auch nicht religiös erzogen, was mir heute teilweise auch wieder leid tut. Denn das Christentum ist nun mal die Grundlage unserer Kultur. ----GA: Warum sind Sie von der Schule geflogen? NIEDECKEN: Weil ich zwei Mal hintereinander in der gleichen Klasse sitzen geblieben bin. Meine schulische und meine musikalische Laufbahn hingen nämlich zusammen. Das Internat, Konvikt Sankt Alberts hieß das, sollte aufgelöst werden. Von da an wurde das Leben im Internat etwas lockerer. Und es ging genau zu dieser Zeit los mit den Beatles, den Stones. Mit 14 oder 15 haben wir die erste Band gegründet. Der Bandname "Convicts" heißt auch soviel wie "die Strafgefangenen". Aber die Band, mit der wir hier richtig bekannt waren, hieß "THe Troop" und die nächste "Goin' sad". Wir haben jeden Freitag, Samstag und Sonntag in der Gegend gespielt. Dementsprechend war mein Lebenswandel. Das Internat war da schon geschlossen. Ich durfte aber hier wohnen bleiben und hatte damit als 17-Jähriger sturmfreie Bude. Ich bin zur Schule gegangen, wann mir danach war. Und meine Freundin kam aus Ramershoven - die viel besungene Anna. Und wenn die dann bei mir übernachtete, hatte ich am nächsten Tag keinen Bock, zur Schule zu gehen. In den Laberfächern war ich zwar gut, aber in den naturwissenschaftlichen Fächern war ich unterirdisch. Die wollten mich loswerden, was ich heute auch nachvollziehen kann. Ich war hier das schwarze Schaf. Wir, die Jungs aus unserer Band, waren die einzigen, die hier mit einer Matte rumliefen. Wenn wir über die Hauptstraße gingen, gab es Auffahrunfälle. ----GA: Was habt Ihr damals gespielt? NIEDECKEN: Mitte der 60-er Jahre haben wir vor allem die Stones gecovert. Um die Beatles zu covern, waren wir nicht gut genug. Außerdem standen wir mehr auf die Stones. Die Stones waren einfach revolutionärer. Damit kriegtest du mehr Ärger. Dann bekamen wir einen sehr guten Sologitarristen, Jonny Brauweiler aus Essig. Dann ging das los mit Jimi Hendrix, Cream, John Mayall, so richtig gute Gitarren-Sachen. ----GA: Mögen Sie Rheinbach noch, trotz der zum Teil negativen Erfahrungen in der Schulzeit? NIEDECKEN: Ja, ich habe hier eine wunderbare Kindheit und Jugend verbracht. Die erste Zeit im Internat war zwar etwas hart, bis feststand, dass es zugemacht wird. Aber von da an war es Klasse, vor allem, was wir hier an Cliquen hatten. Es kam dann wohl eine Zeit, als ich in Köln studierte, und ich die ersten Male wieder hierher kam, dass ich anfangs Beklemmungen kriegte. Eine Zeitlang bin ich dann auch nicht mehr hierhin gekommen. Irgendwann ist man auch darüber wieder weg, und dann kommt man auch wieder gerne. ----GA: Die Anfänge von BAP, wo sind die zu suchen? NIEDECKEN: Ich kannte Hans Heres, dessen Vater in Hersel eine Kiesgrube hatte. Hans studierte mit dem Schlagzeuger meiner Rheinbacher Band, Rolf Bogen, in Köln. Nach meinem Examen an der Kunsthochschule habe ich 1976 Zivildienst gemacht. Und da hatte ich wieder Zeit zum Gitarre spielen. Da kamen die ersten Stücke auf Kölsch wie "Helfe kann dir keiner". Hans trieb mich immer an, und sagte "dat is joot, mach weiter". Dann hatte ich einfach Zeit, habe für mich herumgeklampft und Stücke geschrieben. Wenn der Hans mich nicht angetrieben und mitgeklampft hätte, wäre da wahrscheinlich nichts fraus geworden. Dann kamen kleinere Auftritte. ----GA: Und ab wann gab es BAP? NIEDECKEN: Der Name BAP kam erst auf, als wir bei einer Veranstaltung gegen den Bau der geplanten Stadtautobahn - 1977 oder 1978 - in Köln auftraten. Und da brauchten wir einen Namen, weil wir irgendwas aufs Plakat schreiben mussten. Da sagte Hans: Schreib doch "BAP" drauf. Die nannten mich auch immer "BAP", weil ich immer Geschichten von meinem geizigen Vater erzählte. Wir hatten einen ungeheuren Vorteil, weil wir keiner Szene angehörten. Wir mussten nicht erfolgreich sein. Wir waren alles Überzeugungstäter und in kommerzieller Hinsicht völlig ehrgeizlos. Ab und zu haben wir uns mal getroffen und einen Kasten Bier leer geprobt. Unsere ersten Auftritte wurden per Mundpropaganda weitergegeben. Irgendwann haben wir Plakate selbst geklebt, erst kamen dann hundert Leute, beim nächsten Mal 200 oder 3 000. Und dann schließlich eine kleine Plattenfirma, die uns fragte, ob wir nicht eine Platte aufnehmen wollen. Die verkaufte sich innerhalb eines Jahres in Köln 2 000 Mal. Das war sensationell. Ein Jahr später kam die zweite Platte heraus. Da erst wurde die Industrie auf uns aufmerksam. Hans Heres war damals schon nicht mehr dabei. Er war mitten im Examen und hatte keine Zeit mehr. Wir haben aber noch lange in einem ehemaligen Büro in der Herseler Kiesgrube geprobt. Da konnten wir so laut und so lange proben, wie wir wollten. ----GA: Apropos Ausstieg. Der Major hat die Band verlassen. War da nichts mehr zu machen? NIEDECKEN: Wir haben uns lange genug zusammengerauft, und wir haben viel erreicht. Wir haben 19 Jahre zusammen gearbeitet. Anfangs war unser Musikgeschmack ziemlich deckungsgleich. Major war der absolute Stones-Fan. Er ist ein Top-Gitarrist und hat Ahnung vom Arrangieren von Songs. Er hat sich im Laufe der Zeit aber auch in eine andere Richtung entwickelt. Der Major wollte nach und nach immer mehr Popmusik machen, komponieren, produzieren und arrangieren. Ich wollte immer mehr das Ungeschliffene. Wir haben dann versucht, noch möglichst viel miteinander auf die Reihe zu kriegen. Irgendwann ging es nicht mehr. Aber wir haben es geschafft, fair auseinander zu gehen. Und das im Jahr des 20-jährigen Bestehens. Genau am 28.November 1979 haben wir unser erstes Album rausgebracht. Und dass wir das geschafft haben, da sind wir schon stolz drauf. ----GA: Von der Urbesetzung sind nur noch Sie dabei. Ist BAP noch BAP? NIEDECKEN: BAP ist solange BAP, wie ich BAP-Songs singe und die Band brennt. Ich habe mir das Recht herausgenommen, nach Majors Ausstieg unter BAP weiter zu spielen, weil ich zusammen mit Hans Heres die Band gegründet habe - vier Jahre, bevor der Major dazu kam. Außerdem habe ich auch eine Verantwortung gegenüber den anderen Bandmitgliedern. Ist ja nicht so, dass der Major der einzige ist, der an BAP hängt. So gibt es den Jürgen Zöller, der jetzt zwölf Jahre dabei ist, dann den Jens Streifling und seit "Amerika" Werner Kopal. ----GA: Wie kam die neue CD "Tonfilm" bei den Fans an? Und wie sieht die Zukunft von BAP aus? NIEDECKEN: Super. Eigentlich brauchten wir in diesem Jahr gar nicht mehr zu spielen, wir hatten ja schon unsere Tournee hinter uns. Da kam die Idee mit Tonfilm. Wir lassen die großen Hits weg,spielen davon relativ wenig und erzählen eine sehr intime Geschichte. Wir erzählen die Geschichte der Band von innen, aber nicht festgemacht an den großen Hits, sondern an den Roadsongs. Es ist etwas subtiler. Ich habe keine Lust, irgendwann nur noch die 20 bekanntesten Nummern spielen zu dürfen. Ich möchte mich von jeder Platte zur nächsten wieder erneuern. Wenn wir ein neues Album rausgebracht haben, haben wir einen großen Prozentsatz davon auch live gespielt. Nur deswegen gibt es uns noch. Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass uns das "Tonfilm"-Programm die Chance bietet, gewissen Nummern wieder etwas die Würde wiederzugeben. Wie "Verdamp lang her", ein Stück, das davon handelt, dass mein Vater gestorben ist und ich an seinem Grab stehe und mit ihm ein imaginäres Gespräch führe. In den 18 Jahren hat das Lied, ohne dass man es merkte, an Würde verloren. Obwohl das auch in Ordnung ist, jeder hat irgendwas, was verdamp lang her ist, eine Rita oder eine Lena. Diese Tournee bietet die Gelegenheit, manchem Song seinen Ursprung wiederzugeben. Man muss nicht bei jeder Tournee die gleichen Stücke hören. Als Fan der Stones freue ich mich auch, wenn ich mal Nummern live hören kann, die ich so noch nie gehört habe. ----GA: Wann kommt die nächste Platte raus? NIEDECKEN: Die ersten Stücke haben wir schon. Das einzige, was ich aber jetzt schon verraten kann, ist, dass etwas auf dem Cover zu sehen ist, was gar nicht so weit weg von hier irgendwo in der Landschaft steht. ----GA: Was wird BAP in Rheinbach spielen? NIEDECKEN: Wir spielen "Tonfilm", tauschen aber drei Nummern aus, die noch in der Philharmonie dabei waren. Dafür kommen drei Roadmovies rein, die einfach dazugehören. ----GA: Wird BAP irgendwann wieder in der JVA spielen, trotz der angeblich geplanten Geiselnahme beim letzten Konzert dort vor drei Jahren? NIEDECKEN: Wir haben davon nichts mitbekommen, sondern erst vor ein paar Tagen in der Zeitung gelesen. Das Konzert damals im Rheinbacher Knast war ein sehr angenehmes. Da ging es so richtig ab. Deshalb würde ich das gerne wieder machen. Die Frage ist, ob es jetzt sinnvoll wäre. ----GA: Überall wird in diesen Tagen zehn Jahre Mauerfall gefeiert. Im Stück "Denn mir sinn widder wer" haben Sie damals Ihre Angst kundgetan. Besteht diese Angst immer noch? NIEDECKEN: Ja. Deutscher Größenwahn ist nach wie vor ein Damokles-Schwert. ----GA: Vor wenigen Tagen war der 9.November. Vor 17 Jahren schrieben Sie das Lied "Kristallnaach". Würden Sie das heute wieder schreiben? NIEDECKEN: Das Stück handelt nicht nur von Ausländerfeindlichkeit, sondern davon, dass ich der Masse nicht traue. Ich traue vor allem der verführten Masse nicht. Und die ist sehr schnell zu verführen, einzuschläfern und zu manipulieren. Davon handelt dieses Stück. Das Stück handelt gar nicht davon, dass hier Ausländer verprügelt oder Asylantenheime angezündet werden, sondern von der Stufe davor. Wie nämlich kriegt man Leute soweit, dass sie so weich in der Birne sind, dass sie das machen? Ich habe kein großes Zutrauen zu Massen, sondern eine große Angst davor. Deswegen würde ich dieses Stück auch heute wieder schreiben. |
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| Am
1.2.2001 stand im "Stern" (www.Stern.de) unter Mao, Marx und Muffensausen "Ich glaubte wirklich, wir demonstrieren diesen Krieg in Vietnam jetzt zu Ende. Als 17-Jähriger habe ich mich 1968 aus dem Internat gestohlen, um an Demos in Bonn teilzunehmen. Bei den Padres galt ich von da an als subversives Element. Diese Zeit war wie ein Urknall. Ich wurde regelrecht wachgerüttelt, lebte nicht mehr so in den Tag hinein. Plötzlich durfte alles infrage gestellt werden. Die politische Haltung meines Vaters zum Beispiel, stockkonservativ und katholisch, da hatte ich zuvor überhaupt nicht drüber nachgedacht. Kader-Gruppen oder so'n Kokolores waren mir hochgradig suspekt. Ich hatte keinen Bock auf endlose dogmatische Faseleien mit einer Horde Wichtigtuern. Polit-Rock war auch nicht mein Ding. Erst Ende der Siebziger habe" ich mit BAP in besetzten Gebäuden gespielt, denen die Räumung drohte." |
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| Meldung im "General-Anzeiger"
v.21.3.2001?: Wolfgang Niedecken rockt nochmal mit den alten Kameraden Der BAP-Sänger kommt am Samstag nach Rheinbach und spielt mit den Tiebreakers RHEINBACH. (rom) Den BAP-Klassiker "Verdamp lang her" so hart am Original zu spielen, schaffen nur die Rheinbacher "Tiebreakers". Vor allem wenn der Meister persönlich mitsingt. Zur Jubiläumsveranstaltung "25 Jahre Tiebreakers" adelt Wolfgang Niedecken das Konzert am Samstag, 23. März, ab 20 Uhr in der Rheinbacher Stadthalle. Dann galoppieren die Finger von Walter Jansen zu "Sympathy for the Devil" über die Saiten seiner 20-jährigen Fender-Gitarre Stratocaster, sorgt der Marshall-Verstärker für den Original-Sound der 60er Jahre. Wenn Drummer Wilfried Hennig in der Rheinbacher Stadthalle zu "Gimme some lovin`" zuschlägt, dann gibt es ein Programm mit Eigenkompositionen, den größten BAP-Hits und natürlich "Jumpin` Jack Flash" von den großen Vorbildern, den Rolling Stones. 27 Konzertstücke aus einem Repertoire von über 80 Rock- und Blues-Klassikern stehen für 25 Jahre "Tiebreakers". Mitte der 60er Jahre gründete Wolfgang Niedecken mit Mitschülern am Rheinbacher Vinzenz-Pallotti-Kolleg die Gruppe "The Troop". Als Niedecken ging und später BAP gründete, machten Bassist Heinz Pelzer und Wilfried Hennig 1974 weiter. Die Brüder Bernd und Arno Schumacher (Gesang, Gitarre) sowie Walter Jansen an der Sologitarre und Adi Hambach am Keyboard vervollständigten das Rock-Quintett - trotz weicher Discowelle. Eifrig wurde im Keller geschrammelt. Bernd Schumacher: "Wir waren die einzige Rockband im Rheinbacher Raum." "Verdamp lang" blieben sie sich treu. Andere gehen nach wenigen Jahren auseinander "wegen der Familienfindungsphase und Karriereschub." Nicht so die "Tiebreakers" - inzwischen Bänker, Lehrer, Bäcker sowie Versicherungs- und städtische Angestellte. Der Bandsprecher unterlegt diese Standfestigkeit mit einer Philosophie: "Nur spielen, was man mag. Das Publikum merkt, wenn das Herz nicht dabei ist." Dosiertes Proben und vor allem die Ziele nicht so hoch hängen. So erfolgreich zu werden wie BAP, solchen Wachträumen hingen die Tiebreakers nie nach, trotz Freundschaft mit Niedecken. Wenn schon Erfolg, dann sollte der Zufall es bringen, der auch für den Namen Pate stand. Alle fünfe hielten sich beim Rheinbacher Tennisverein fit, als die namenlose Band von einem befreundeten Verein aus Münstereifel zum Konzert eingeladen wurde, unter der Bedingung "ein Name muss her". Da 1973 international die Tiebreak-Regel beim Tennis eingeführt wurde, wurde nicht lange gefackelt - als "Tiebreakers" kämpften sie sich durch die örtlichen Charts. Immer dabei die BAP-Hits, jetzt aber auch ihre, "die andere Sick", die gleichnamige CD. Für die "Enkelkinder in spe", so Bernd Schumacher, zum Beweis, dass sie mehr können als nur "covern", haben sie Eigenkompositionen über "Troubadour", "Traumfrauen" und "glühende Kohlen" eingespielt - im Platt aus Klein-Schlebach, darin kann sich der Komponist Schumacher am authentischsten ausdrücken. "Das habe ich mit Niedecken gemeinsam." Ihn beschlich ein komisches Gefühl, als die Klasse der 15-jährigen Tochter Jennifer im Deutschunterricht den Text "Kristallnaach" besprach - musikalische Literatur vom Freund Wolfgang Niedecken. "Verdamp lang her" - dass sie zusammen gespielt haben. |
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| Einstige
Weggefährten rockten gemeinsam ab Bericht am 26.März im GA Die Tiebreakers feierten mit Wolfgang Niedecken und über 1 000 Fans in der Rheinbacher Stadthalle ihr 25-jähriges Bestehen - Kölsch-Rock und Rock'n'Roll Von Jörg Manhold Rheinbach. Die intensiven Proben haben sich gelohnt: Am Freitagabend lieferte die älteste Rheinbacher Rockband - die Tiebreakers - vor rund 1 000 Zuschauern ein umjubeltes Konzert in der Stadthalle ab. Zum 25-jährigen Bestehen hatten sich die Mannen um Sänger und Bandleader Bernd Schumacher technisch und personell verstärkt. Mit
professioneller Sound- und Lichtanlage, Bläsersektion
und Backgroundsängerinnen spielten die Rheinbacher
Musiker Highlights des Rockrepertoires. Stones, Cocker,
Bowie, aber auch eigene Stücke standen auf dem Programm.
Und zur Feier des Tages gab es BAP satt, denn
Kölsch-Rocker Wolfgang Niedecken hatte eigens die
Aufnahmen für die neue Platte im Hamburger Tonstudio
unterbrochen, um den ehemaligen Weggefährten beim
Jubiläumskonzert unter die Arme zu greifen. Er brachte
seinen Bandkollegen Jens Streifling (Saxofon/ Gitarre)
und die Treuesten seiner Fangemeinde mit. Da konnte
stimmungsmäßig nichts mehr schiefgehen. |
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| In ihrem Element waren Gitarrist Walter Jansen und Saxofonist Jens Streifling. | ||||||||
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| Wolfgang Niedecken begeisterte seine Fans in der Rheinbacher Stadthalle mit Stücken wie "Verdamp lang her". Foto: Henry | ||||||||
| Und weil
das alles schon so lange her ist, gönnten die
Tiebreakers ihrem Freund und Vorbild BAP-Songs aus der
"Steinzeit" (Niedecken). "Frau ich freu
mich", "Anna, Anna", "Ne schöne
Jroos", "Waschsalon" und "Do kanns
zaubere" - altgediente BAP-Fans kamen voll auf ihre
Kosten. Aber es gab auch Aktuelleres:
"Psycho-Rodeo" und der erklärte Lieblingssong
Niedeckens, "Amerika". Die Stimmung schäumte
über, als die Tiebreakers mit Niedecken den Evergreen
"Verdamp lang her" anstimmten. Mit der selbstkomponierten Hommage an die Rock'n'roll-Musik "Dat wirp os net uss de Bahn" setzten die Rheinbacher Rocker den Schlusspunkt bei den Zugaben. Bis tief in die Nacht wurde der gelungene Auftritt gefeiert. Und Schumacher verriet: "Jetzt werden wir uns erst einmal ausruhen - von den vielen Proben und dem anstrengenden Konzert." Das ist auch das heimliche Rezept der Tiebreakers für ihren Erfolg: Nur alle 14 Tage proben und ab und zu ein Konzert. Angebote sind inzwischen reichlich vorhanden. |
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| Neben
den großen Platten-Erfolgen, auch das letzte Album
"Comics & Pin-Ups" kletterte 1999 auf Platz
1 der Charts, engagierte sich BAP mit Wolfgang Niedecken
an der Spitze immer wieder bei Protesten. Ob gegen
Pershing-Raketen, Atomkraftwerke oder Neonazis, die
Kölsch- Rocker lieferten die passende Musik. Durch die Initiative "Arsch huh, Zäng ussenander" (Arsch hoch, Zähne auseinander) hatte BAP Anfang der 90er Jahre Anteil am Kampf gegen den Rassismus in Deutschland. Auf das Konzert 1992 auf dem Kölner Chlodwigplatz vor 100 000 Zuschauern ist Niedecken heute noch "megastolz". Seit Ende des vergangenen Jahres steht die Band für den Berliner Regisseur Wim Wenders vor der Kamera. Das Roadmovie "Vill passiert" beschreibt den Touralltag von BAP. Für Niedecken eine Traum- Zusammenarbeit, schließlich gehört Wenders zu den "beeindruckendsten Menschen, die ich je getroffen habe". Bereits seit Hochschultagen ist "dat Wolfgang" wiederholt auch als bildender Künstler in Erscheinung getreten. Vor allem mit großflächigen Bildern sowie Collagen war Niedecken bereits in mehreren europäischen Galerien ausgestellt. Nach der Trennung von seiner ersten Ehefrau Carmen, mit der Niedecken zwei Söhne hat, heiratete er 1994 die Fotografin Tina Golemiewski, mit der er zwei Töchter hat. Die Familie lebt abwechselnd in der Kölner Südstadt und einem abgelegenen alten Försterhaus in der Eifel. Ruhe war Niedeckens größter Geburtstagswunsch: Um den zu erfüllen, haben ihn Kinder und Ehefrau zum Fünfzigsten kurzerhand auf den Kölner Flughafen entführt - Ziel unbekannt. |
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| Bericht v.28.03.2001 in der Rheinbacher
Stadtzeitung (Kruppverlag) Rheinbach. Hoch ging es her in der Rheinbacher Stadthalle, in der die "Tiebreakers" am Samstag, 23. März, ihr 25jähriges Bestehen feierten. Wolfgang Niedecken ließ es sich nicht nehmen, seinen ehemaligen Weggefährten Bernd und Arno Schumacher und natürlich auch Walter Jansen, Wilfried Hennig, Hein Pelzer und Adi Hambach zum "Silbernen" zu gratulieren. Zur Freude der Fans griff der Ex-Rheinbacher nicht nur selbst in die Saiten sondern auch zum Mikrophon. Mit bei der Jubiläumsparty waren außer zahlreichen alten Freunden natürlich auch die Lieder von der neuen Tiebreaker-CD. Rock im Rheinland - vom Feinsten. (T.B.) |
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| Wolfgang Niedecken griff selbst in die Saiten. Foto: T.B. | ||||||||
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Niedecken
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Diese Seite wurde am 20. Juni 1999 erstellt, letzte Änderung am
10. April 2008
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