Pannen

Didis Humorseiten, Nr. 39


Dumm gelaufen

(neue oben)

Andere Länder - andere Sitten - saublöde Pannen.

Campbell:
Campbell musste bei der Markteinführung seine Suppenkonzentrate in England Verluste von 30 Mio. USD hinnehmen. Der Grund: Niemand klärte den Verbraucher  darüber auf, dass es sich um ein Konzentrat handle, zu dem man Wasser hinzufügen müsse. Deshalb hielten die meisten Briten solch kleine Dosen mit Suppe einfach für zu teuer...
Colgate:
Colgate führte in Frankreich eine Zahnpasta namens 'Cue' ein. Was man aber nicht wusste: 'Cue' ist der Name eines in Frankreich sehr bekannten Pornomagazins....
Coca-Cola:
Coca-Cola floppte bei der Markteinführung der 2-Liter-Flasche in Spanien. Niemand hatte bedacht, dass die meisten Spanier nur kleine Kühlschränke besassen, in denen die Flasche nicht hineinpasste. Und lauwarm wollte auch niemand die süße Limonade trinken...
Electrolux:
Ein vom Schwedischen in das Englische übersetzter Anzeigentext las sich in einer koreanischen Zeitschrift, wenn man ihn frei und rücksichtsvoll in das Deutsche übersetzte, wie folgt: 'Nichts saugt so hundsmiserabel wie ein Elektrolux-Staubsauger.'
McDonalds:
Der McDonald-Konzern erlitt vor einiger Zeit mit einer Werbekampagne in Japan Schiffbruch. Grund dafür war das Maskottchen des Konzerns, der Clown  Ronnie-McDonald, welcher üblicherweise mit einem weissgeschminkten Gesicht auftritt. In Japan ist ein weissgeschminktes Gesicht aber ein Synonym für den Tod...
Philips:
Auch Philips machte Erfahrungen mit den japanischen Miniatur-Küchen. Der niederländische Konzern konnte seine Kaffeemaschinen erst verkaufen, als sie größenmäßig an die japanischen Küchen angepasst wurden. Ähnlich verhielt es sich mit den Rasierern des selben Herstellers. Diese waren zu groß für die zierlichen japanischen Männerhände...
Waschmittel:
Die Missachtung regionaler Gepflogenheiten hatte auch für einen amerikanischen Waschmittelhersteller Folgen. Dieser schaltete Mitte der 80er Jahre eine Anzeige, die links einen Berg schmutziger Wäsche, das Produkt in der Mitte und rechts als Ergebnis einen Berg sauberer Wäsche als Motiv hatte. Was aber nicht beachtet wurde: Araber lesen von rechts nach links. Das Produkt floppte...
von www.drition.de
Moin,

Folgendes habe ich von einem Kollegen bekommen, weiß aber auch nicht woher er das hat.

Das Projekt ist der Bau eines Einfamilienhauses mit zwei Stockwerken und Keller mit einer Fläche von 100 Quadratmetern. Als Baumaterial werden Ziegelsteine verwendet. Der Architekt kalkuliert wie folgt: Das letzte Bauvorhaben (eine Doppelgarage) hatte eine Grundfläche von 25 Quadratmetern.
Verbraucht wurden 1.000 Ziegel. Die Baukosten betrugen 10.000 Euro, was einen Preis von 10 Euro pro Ziegel bedeutet. Das neue Haus hat die vierfache Fläche und die doppelte Höhe - dies bedeutet 8.000 Ziegel oder 80.000 Euro Baukosten.
Das Angebot von 80.000 Euro erhält den Zuschlag, und der Bau beginnt.
Da die Maurerkolonne ausgelastet sein will, wird beschlossen, immer nur ein Zimmer zu konstruieren und gleich anschliessend zu bauen. Das hat den Vorteil, dass die Planungs- und Ausführungsgruppe immer ausgelastet sind. Weiter wird beschlossen, mit den einfachsten Sachen anzufangen, um möglichst schnell in die Bauphase einsteigen zu können.
Das Schlafzimmer scheint dafür am besten geeignet zu sein.
Das Schlafzimmer wird zu schnell fertig und die Planungen für die Küche müssen unterbrochen werden. Da im Zusammenhang mit der Küche bereits am Esszimmer geplant wurde (Durchreiche zur Küche), wird dieses, um die Bauarbeiten fortführen zu können, als nächstes in Angriff genommen. Schritt drei in der Fertigstellung ist das Wohnzimmer. Als auch dieses fertig ist, stellt sich heraus, dass die Planungen für Küche und Bäder doch mehr Zeit in Anspruch nehmen, als geschätzt. Da der Bauher auch 'endlich' mal was Konkretes sehen will, wird eine Seite der Fassade komplett hochgezogen, um den Eindruck des fertigen Hauses zu vermitteln.
Um das Dach montieren zu können, wird die andere Seite der Fassade ebenfalls hochgemauert. Da hier noch keine Planung vorliegt, können leider keine Fenster und Türöffnungen berücksichtigt werden. Man ist aber überzeugt davon, diese ohne grössere Probleme später herausbrechen zu können.
Leider ist damit auch die Grundfläche des Hauses festgelegt. Damit ergibt sich der Zwang, die Küche in den ersten Stock verlegen zu müssen. Statt der geplanten Durchreiche wird nun ein Speiseaufzug eingebaut, was das Projekt erheblich verteuert. Daduch haben sich trotz beständigen Arbeitens unter Hochdruck die Bauarbeiten verzögert, so dass der Hausherr (der seine alte Wohnung gekündigt hatte) gezwungen ist, in das erst halbfertige Haus einzuziehen.
Als besonders nachteilig erweist sich das Fehlen von Elektro- und Sanitäranschlüssen. Letzteres Problem wird durch das Anmieten eines Toilettenwagens (170 Euro pro Tag) vorläufig endgültig überbrückt.
Alle anderen Arbeiten werden gestoppt, um vorrangig die Elektroinstallation vorzunehmen, schon allein wegen der fehlenden Fenster.
Mit Hilfe externer Kräfte (1.500 Euro pro Tag) wird die Elektronik in kürzester Zeit verlegt, allerdings auf Putz, um saubere Schnittstellen für die noch nicht geplanten Hausteile zu schaffen.
Im Alltagsbereich stellt sich als nachteilig heraus, dass das Wohnzimmer als zuerst gebauter Hausteil als einziges Zimmer zur Strasse hin liegt. Damals war dies die einzige Lösung (kurzer Transportweg der Ziegelsteine), die Haustür hierhin zu legen, so dass das Haus vom Wohnzimmer her betreten werden muss.
Dies erscheint dem Hausherrn ganz und gar unerträglich; als Lösung wird ein Teilabriss erwogen. Dagegen spricht, dass bereits 250.000 Euro verbaut sind und dass der Hausherr samt Familie übergangsweise in ein Hotel ziehen musste. Die Tür nach hinten zu versetzen erforderte, ein Loch in die Fassade zu brechen.
Im Hinblick auf die unsichere Statik wird davon Abstand genommen. So wird das Haus bis zum ersten Stock mit Erde aufgeschüttet. Das ursprünglich geplante Badezimmer wird zum Flur umfunktioniert - die Toilettenwagen-Lösung hat sich inzwischen etabliert. Weiterer Vorteil: Auf den Fensterdurchbruch im ehemaligen Erdgeschoss kann verzichtet werden.
Das Erdgeschoss wird zum Keller, der Dachgarten als Wohnzimmer umgebaut und aus Kostengründen (und um eine endgültige Lösung nicht zu verbauen) mit Planen abgedeckt. Kostengründe sind es auch, die das Projekt an dieser Stelle beenden. Alles weitere wird auf eine spätere Realisierungsphase verschoben. Fazit:
Der Bauherr hat zwar etwas ganz anderes bekommen, als er eigentlich wollte.
Aber immerhin hat er überhaupt etwas bekommen, auch wenn er statt der geplanten 80.000 Euro nun immerhin ganze 440.000 Euro hingelegt hat.
Der Architekt hat seine Truppe ständig ausgelastet und mit Hochdruck und Überstunden gearbeitet. Wie vorgesehen wurden 8.000 Ziegelsteine verbaut, was beweist, dass seine Schätzung im Prinzip richtig war.
Seine aktualisierte 'Cost-Data-Base' weist nun einen Preis von 56 Euro pro Ziegel aus, was bei der nächsten Garage einen Angebotspreis von 55.000 Euro ergibt.

Fazit: Wenn Architekten Häuser bauen würden, wie Softwareentwickler Programme, würde der erste Specht, der vorbei kommt die Zivilisation zerstören.

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Diese Seite wurde am 11. Dezember 2003 erstellt, letzte Änderung am 15. November 2009
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