Fahrer - Sergio Perez

Didis Formel 1-Seiten, Nr. 161


Sergio Perez

Sergio Perez 2012

Portrait:

(Stand: 11. Februar 2011) Guadalajara ist eine Millionenmetropole im Nordwesten Mexikos, zweitgrößte Stadt des riesigen Landes, berühmt für Musik und Tequila, genährt durch eine prosperierende Industrie. Vilsbiburg hingegen ist ein Ort mit 11.500 Einwohnern in der Nähe von Landshut im konservativen deutschen Bundesland Bayern. Eine Umsiedlung von A nach B wäre für jeden eine gewaltige Umstellung. Für einen allein auf sich gestellten 15-jährigen Mexikaner ist sie ein Schock. Sergio Perez hat ihn hinter sich. Es ist ihm gelungen, Kummer und Einsamkeit für sein großes Ziel niederzuringen: Der Junge war entschlossen, Formel-1-Rennfahrer zu werden.
Am 17. November 2010, mittlerweile 20 Jahre alt, war es für ihn soweit: Perez kletterte erstmals in einen Formel-1-Rennwagen, und bereits vor diesem Test in Abu Dhabi hatte er einen Vertrag als Stammfahrer des Sauber-Teams für die Weltmeisterschaft 2011 in der Tasche. Am Folgetag feierten die großen Tageszeitun- gen des Landes auf den Titelseiten, dass die Nation nach 30 Jahren wieder einen Formel-1-Piloten hat.

Bedeutet so viel Aufmerksamkeit nicht einen wahnsinnigen Druck für einen Rookie? "Nein", sagt Perez in seiner klaren und ruhigen Art. "Es bedeutet, dass ich zu Hause Unterstützung habe und die Menschen mit- fiebern. Ich liebe Mexiko und die Mexikaner lieben Rennsport."
Perez wuchs mit dem Thema Rennsport auf. Sein Vater Antonio ist selbst Rennen gefahren und kümmerte sich um die Karriere des mexikanischen Fahrers Adrian Fernandez. Der erstgeborene Sohn, Sergios Bruder Antonio, ist ebenfalls Rennfahrer geworden. Ende 2010 gewann er die mexikanische Stockcar-Meisterschaft. Perez war sechs Jahre alt, als er erstmals mit seinem Vater und seinem Bruder zur Kartbahn durfte. "Und ab dann wollte ich in die Formel 1." Sein Vater erinnert sich stolz: "Es war oft nass, und Regenrennen wurden Sergios Leidenschaft."
Der Junior gewann Kartmeisterschaften in Mexiko und in den USA, stieg in die Skip-Barber-Formelserie auf. Längst war ihm bewusst, dass er den Weg in die Formel 1 in Europa würde weiterverfolgen müssen. Er erinnert sich: "Als ich 14 Jahre alt war und noch in Mexiko lebte, bin ich wegen der Zeitverschiebung oft nachts um zwei aufgestanden, um Teams in Europa anzurufen. Ich log und behauptete, ich hätte Sponsoren- gelder."
Carlos Slim nahm Perez unter seine Fittiche, und so landete dieser in Deutschland und wurde 2005 als 15- Jähriger jüngster Starter in der Formel BMW. Sein damaliger Teamchef, Günther Unterreitmeier bei 4speed Media, besaß ein Restaurant in Vilsbiburg, wo Perez ein kleines Zimmer bewohnen durfte. Der Nachwuchs- fahrer vermisste seine Heimat, war der Sprache nicht mächtig - und am allermeisten fehlte ihm die Familie: "Manchmal war ich verzweifelt und hätte fast den Kopf verloren", gibt er zu. In dieser schwierigen Zeit wurde Slim sein enger Vertrauter. "Er hat mich oft angerufen und mich beraten. Seine Empfehlungen haben mir sehr geholfen, mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Ich bin ihm sehr dankbar."
In seiner zweiten Saison in der Formel BMW trat Perez für den ADAC Berlin-Brandenburg an und bezog in der Hauptstadt Quartier. Die nächste Station wurde England. Dort gewann er 2007 die nationale Klasse der Britischen Formel-3-Meisterschaft mit der Rekordbilanz von 14 Siegen, 14 Pole-Positions und neun schnell- sten Rennrunden.
Nachdem Perez 2008 die internationale Britische Formel-3-Meisterschaft bestritten hatte (vier Siege, Gesamtvierter) war es Zeit für die nächsthöhere Liga. Erst startete er in der GP2 Asia, dann in der Haupt- serie. Dort traf er 2009 auch auf Kamui Kobayashi, allerdings nicht als Teamkollegen, deshalb hatten die beiden wenig persönliche Berührungspunkte. 2010 beschloss Perez seine zweite GP2-Saison als Zweiter des Championats. Er hatte fünf Siege erzielt - und noch vor dem Finale seinen Formel-1-Vertrag bei Sauber unterschrieben.
Sein persönliches Ziel für seine erste Formel-1-Saison: "Ich will möglichst konstant fahren und mich kontinu- ierlich steigern." Als seine persönliche Stärke nennt er: "Ich gebe niemals auf." Seine Laufbahn beweist es.
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Saison 2013

Sergio Perez Mendoza 2013


Saison 2012

Start-Nr. 15 / Sauber F1 Team
Name Sergio Perez Mendoza
Wohnort Schindellegi (CH)
Formel-1-Teams 2011 Sauber
Formel-1-Starts 17
Formel-1-Siege 0
WM-Punkte 14
WM-Titel 0
Podestplätze 0
schnellste Runden 0
Pole-Positions 0
Führungsrunden/-kilometer 0

Saison 2011

Start-Nr. 17 / Sauber
Name Sergio Perez Mendoza
geboren: 26.01.1990, Guadalajara (Mex)
Wohnort Schindellegi (CH)
Größe/Gewicht 1,73 m/63 kg
Formel-1-Teams 2011 Sauber
Formel-1-Starts 0
Formel-1-Siege 0
WM-Punkte 0
WM-Titel 0
schnellste Runden 0
Pole-Positions 0
Führungsrunden/-kilometer 0
vor F 1 - Kart in Mexiko und den USA, 5 Meistertitel (1996-2003)
- 11. Skip-Barber-Meisterschaft (2004)
- 14. Formel BMW Deutschland (2005)
- 6. Formel BMW Deutschland (2006)
- 10. A1GP (2006-2007)
- Britischer Formel-3-Meister in der nationalen Klasse (2007)
- 4. Britische Formel 3 (2008)
- 2. GP2 Asia (2009)
- 12. GP2 (2009)
- 2. GP2 (2010)
Internet Sergio Perez

http://de.wikipedia.org/wiki/Sergio_Pérez

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Diese Seite wurde am 26. März 2011 erstellt, letzte Änderung am 09. Februar 2013
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