Fahrer - Kamui Kobayashi

Didis Formel 1-Seiten, Nr. 103


Kamui Kobayashi

Kamui Kobayashi 2007

Portrait:

(Stand: 11. Februar 2011) Man muss ihn einfach gern haben: Er strahlt, er lacht, er wirkt wie die personifi- zierte Leichtfüßigkeit. Er liebt Entspannung am Strand, "Carpe diem" ist sein Credo. Im Rennwagen aller- dings verliert Kamui Kobayashi seine Harmlosigkeit, das hat er Ende 2009 bei seinen ersten beiden Grands Prix auch schon den Formel-1-Kollegen gezeigt. Sein erfolgreiches Überholmanöver gegen den amtierenden Weltmeister Jenson Button in Abu Dhabi führt er auf die unterschiedliche Rennstrategie zurück. Darauf, dass er Kimi Räikkönen nach dem Start niederringen konnte, ist er schon ein wenig stolz.
Kobayashi kommt aus einfachen Verhältnissen, sein Vater betreibt ein Sushi-Restaurant in Amagasaki, westlich von Osaka. Weder die Eltern noch der ältere Bruder oder die jüngere Schwester teilen seine Renn- leidenschaft. Schon als kleiner Knopf lag Kobayashi seinem Vater mit dem Wunsch nach einem fahrbaren Untersatz in den Ohren. Als Neunjähriger war es so weit: Mit der vorübergehenden Unterstützung seines Vaters und von Yamaha begann er im japanischen Kartsport. Mit Siegen empfahl er sich für die Nachwuchs- förderung von Toyota und gelangte nach Europa. Seither sieht er seine Familie nur noch selten. Selbst wenn er nach Japan reist, dann ist eher Tokio denn Osaka sein Ziel. Er lebt die Unabhängigkeit, die er sich als Teenager erwarb.
Als 17-Jähriger zog er nach Italien, um dort 2004 die Formel Renault zu bestreiten. "Ich bekam ein Apart- ment und viel Hilfestellung von Toyota", erinnert er sich dankbar. Mit den Belangen des Alltags war er indes allein in der Fremde. Japanisch war damals die einzige Sprache, die er beherrschte. Im Supermarkt konnte er Shampoo nicht von Geschirrspülmittel unterscheiden. "Jeder Tag war eine Herausforderung", erzählt er fröhlich. "Und die Italiener waren so ganz anders als die Japaner. Wir sind eher wie die Deutschen - sehr pünktlich und sehr korrekt. Ich mochte die italienische Lebensart sofort." War da nicht auch Einsamkeit? "Es war schon manchmal hart, aber ich wusste ja, was ich wollte. Um Rennfahrer zu werden, war ich am richtigen Platz."
Trotz aller Europäisierung antwortet er wie vom Bogen geschnellt "Ja natürlich!" auf die Frage, ob er denn stolz sei, Japaner zu sein. Das spiegelt sich auch in seinem Helmdesign wider: Die rote Farbe nimmt das Rot aus dem Mittelpunkt der Nationalflagge auf.
Kobayashis Faszination für den Rennsport verdichtet sich in einem Wort: Kampf. Furcht im Rennwagen kennt er nicht. Siege sind das Ziel. Das will so gar nicht zu seiner privaten Lässigkeit passen, doch die Trennung wirkt ebenso mühelos wie authentisch. "Wenn man irgendwas zum Spaß veranstaltet, dann soll man das auch genießen. Ich mag nicht verbissen oder schwierig sein. Ein Spiel kann ich gut verlieren, einen Kampf auf der Strecke nicht." Selbst beim Wetter unterscheidet er zwischen Freizeit und Profession: "Ich kann Regen nicht ausstehen", gibt er zu, "es sei denn, ich sitze im Rennwagen. Dann ist er eine Herausforderung."

Formel-1-Historie beginnt für ihn um das Jahr 2003. "Ab da habe ich Michael Schumacher und Fernando Alonso kämpfen sehen und wollte selbst in die Formel 1." Mit früheren Epochen der Königsklasse kann er nichts anfangen, die hat er nicht verfolgt.
2005 gewann er sowohl die Italienische Formel Renault als auch den Eurocup der Serie. Beide Titel in einem Jahr hatte zuvor nur Felipe Massa geholt. Weiter ging es in die Formel-3-Euroserie und am Jahresende nach Macao: Auf dem extrem schwierigen Parcours holte er die Pole-Position. Er gewann auch das Qualifikations- rennen und eine gute Portion Selbstvertrauen. 2007 erreichte er mit einem Sieg im französischen Magny- Cours und weiteren Podestplätzen Platz vier in der Gesamtwertung der Euroserie und wurde befördert. Bereits Ende 2007 berief ihn Toyota zum Formel-1-Ersatzmann ab 2008.
Die Ersatzbank in der Formel 1 ist heutzutage eher eine Strafbank - es wird kaum noch getestet, dennoch ist maximale Leistungsbereitschaft für den Ernstfall gefragt. Kobayashi bestritt 2008 und 2009 die GP2-Serien in Asien und Europa. In der europäischen GP2 gelang ihm früh ein erster Sieg. Im Winter 2008/2009 gewann er überlegen den Titel in der GP2 Asia. Umso enttäuschter war er, als er 2009 in der GP2-Hauptserie nicht an diese Erfolge anknüpfen konnte. "Wir haben bis heute nicht verstanden, was da schief lief", sagt der frühere DAMS-Pilot. "Umso wertvoller war gerade in dieser Situation die Chance in der Formel 1 für mich. Insofern war der Große Preis von Brasilien 2009 wahrscheinlich das wichtigste Rennen meiner bisherigen Karriere", reflektiert er sein Einspringen für Timo Glock und ergänzt selbstkritisch: "Besser war ich aber beim GP2-Rennen in Dubai und beim Formel-1-Finale in Abu Dhabi."
Kobayashi hatte sieben Monate nicht mehr in einem Formel-1-Rennwagen gesessen, als er am 2. Oktober 2009 zum Freien Training in Suzuka für Glock ins Toyota-Cockpit stieg. Zwei Wochen später bestritt er sein erstes von bisher zwei Formel-1-Rennen. Bei seinem Debüt in Interlagos verpasste er als Neunter im Rennen (Elfter im Qualifying) nur knapp die Punkteränge. Beim Saisonfinale in Abu Dhabi startete er als Zwölfter, profilierte sich als bester Pilot mit einer Einstoppstrategie und holte drei Punkte für Platz sechs. In beiden Rennen fiel er durch Zweikampfstärke auf, in Abu Dhabi zudem durch sein Vermögen, eine Rennstrategie mit Kalkül umsetzen zu können.
Diese Leistungen brachten ihm einen Vertrag beim Schweizer Sauber-Team ein, wo er seine Chance 2010 am Schopf packte und die beiden Routiniers Pedro de la Rosa und Nick Heidfeld alt aussehen ließ. Kobayashi überzeugte mit starken Leistungen, tollen kämpferischen Auftritten wie in Valencia, wo er in der letzten Runde mehrere Autos überholte, und sammelte im Laufe der Saison 32 Punkte, obwohl er in den ersten sechs Rennen leer ausgegangen war. Inzwischen ist er eine feste Größe in der Formel 1.
www.motorsport-total.com

Saison 2012

Kamui Kobayashi 2012

Start Nr. 14 / Sauber F1 Team
Name: Kamui Kobayashi
Wohnort: Paris (F)
Formel-1-Starts: 40
Formel-1-Siege: 0
WM-Punkte: 65
WM-Titel: 0
schnellste Runden: 0
Pole-Positions: 0
Podestplätze 0
Führungsrunden — über 0 km

Saison 2011

Start Nr. 16 / Sauber
Name: Kamui Kobayashi
Wohnort: Paris (F)
Formel-1-Starts: 21
Formel-1-Siege: 0
WM-Punkte: 35
WM-Titel: 0
schnellste Runden: 0
Pole-Positions: 0
Führungskilometer: 0
Schnitt Punkte/GP:  
Schnitt Startplätze:  

Saison 2010

Start Nr. 26 / Sauber
Name Kamui Kobayashi
Wohnort Paris (F)
Formel-1-Starts 2
Formel-1-Siege 0
WM-Punkte 3
WM-Titel 0
schnellste Runden 0
Pole-Positions 0
Führungskilometer 0
Schnitt Punkte/GP  
Schnitt Startplätze  

Saison 2008

Start Nr. Testfahrer / Toyota
Name Kamui Kobayashi
Wohnort Paris (F)
Formel-1-Starts 2
Formel-1-Siege 0
WM-Punkte 0
WM-Titel 0
schnellste Runden 0
Pole-Positions 0
Führungskilometer 0
Schnitt Punkte/GP  
Schnitt Startplätze  

Saison 2007

Start Nr. Test
Name Kamui Kobayashi
Geboren 13. September 1986 in Amagasaki (Japan)
Wohnort Paris (F)
Größe / Gewicht 170 m 7 63 kg
Familienstand ledig
Kinder keine
Internet kamui kobayashi toyota | Kamui Kobayashi - Wikipedia | Formel 1 - Fahrerportrait von Kamui Kobayashi - Formel1.net
vor Formel 1 2003 belegte er in der japanischen Formel Toyota den zweiten Platz
2004 fuhr er in der italienischen Formel Renault
2005 fuhr er gleich in zwei Rennserien der europäischen und italienischen Formel Renault.
Formel-1-Debüt  
Formel-1-Teams Toyota 2007
Formel-1-Starts 0
Formel-1-Siege 0
WM-Punkte 0
WM-Titel 0
Pole-Positions 0

http://de.wikipedia.org/wiki/Kamui_Kobayashi

Suche durch meine Website:


wer die Seite direkt aufgerufen hat, bitte hier klicken, um zur Startseite zu kommen!
Diese Seite wurde am 17. März 2007 erstellt, letzte Änderung am 06. Februar 2012
© Diethelm Glaser (Design), alle Rechte vorbehalten | Seite 4.035

dieser Frameset seit 19.05.2007:

seit 3.11.2016
kostenlose Counter<BR> bei xcounter.ch