Jugendschutz

diverses, Seite HP-H 18

Sexuelle Themen innerhalb von Piranho (rechtliches zum Jugendschutz)


ein Workshop bei piranho von roeselhof, 19.11.2002 23:31

Worum geht's?
Um eine mögliche Begründung, warum sexuelle Themen im Board und User-HP mit pornographischen Inhalten bei Piranho verpönt sind.

© 19.11.2002 by Willi Walter - Alle Rechte vorbehalten

Vorwort:
Das Internet ist ein digitales und weltumspannendes Medium (andere z.B.: Presse, Rundfunk Fernsehen, Literatur, etc.) und bietet für jeden Geschmack fast alles, sowohl gegen bares, als auch umsonst, teilweise auch dann, wenn dafür z.b. Lizenzgebühren bezahlt werden müssten.
Viele dieser speziellen Angebote (warrez) sind hinter pornographischen Seiten versteckt, die nur per 100-fachen Klick und 3-maliger Eingabe von Userdaten erreichbar sind, weil Du erst von einem zum anderen Server durchgereicht wirst. Dabei steht der letzte Server in irgend einem dubiosen Land, welches keine rechtlichen Beziehungen bezüglich Urheber-, Markenrecht, etc. mit einem anderen Staat eingegangen ist.
In diesem Land gibt es dann keine Gesetze, welches die Herstellung von Duplikaten (Raubkopien) und Verbreitung (Download), sowie der pornographischen Darstellung auf einer Webseite verbietet.

Einleitung:
Wir leben aber in Deutschland und besitzen sehr wohl Gesetze, die alles regeln und denen sich jeder unterwerfen muss, der sich in unserem Staat aufhält.
Nun gibt es solche Gesetze, die sich mit dem Internet befassen bzw. auf dieses angewandt werden können.

Und unser Rechtssystem ist so kompliziert, da gibt es eine Vielzahl an Gesetzen, diese sind wieder in Abschnitte, den Paragraphen und Unterabschnitte (Absatz) aufgeteilt. Dabei sind Gesetze zu einem Themenbereich in Gestzesbücher zusammen gefasst, So gibt es z.b. das 'BGB' (Bürgerliches Gesetzbuch, 'HGB' (Handeslgesetzbuch), StGB (Strafgesetzbuch), 'JÖSchG)' (Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit) u.v.a.
Menschen, die sich in dieser Materie auskennen (sollten), haben dafür eines der längsten Studien an einer Universität absolviert und dürfen sich hinterher Rechtsanwalt oder Staatsanwalt nennen. Auch Richter waren zuvor Rechtsanwälte oder Staatsanwälte.

Das sind jene Personen, die sich schriftliche und/oder mündlich darüber unterhalten, ob etwas was eine Person getan oder auch NICHT getan hat, welches Unterlassung genannt wird, eine Handlung gegen bestehende Gesetze war. Treffen also diese Personen zu einer Unterhaltung zusammen, so geschieht dieses in einem Raum, welcher Sitzungssaal genannt wird und sich in einem Gebäude befindet, dass man Gericht nennt. Über das was dort gesprochen wird, nennt man Prozess und da dieses in der Regel nicht mit einer Besprechung abläuft, sagt man für jede einzelne Zusammenkunft auch Sitzungs-, Verhandlungs- oder Prozesstag dazu.
Am letzten Tag ist es, wie in der Schule der Zeugnistag, der Tag der Urteilsverkündung. Und wie in der Schule gibt es an Ende, wenn es nichts mehr zu diskutieren gibt, ein Zeugnis.
Nur steht dort nicht Zeugnis drauf, sondern Urteil und es beginnt immer bei uns in Deutschland mit den Worten: "Im Namen des Volkes".
Auch bekommt man dieses Urteil nicht sofort mit, sondern diese kommt später per Post. Aber was in dem Urteil drin steht, liest der Richter so laut vor, dass es jeder Anwesende im Sitzungssaal auch hören kann.

Ein Beispiel aus dem Leben gegriffen:
Aber ich will ja nicht die berufliche Laufbahn dieser Personen beschreiben, sondern Dir ein Gefühl für jenes vermitteln, was unser aller Leben in der Gemeinschaft: 'Staat' betrifft, das Recht und die Folgen, wenn dagegen verstoßen wird.

Da dieses aber ein schwieriges Unterfangen ist, lass es mich zu erst einmal dieses an einem Beispiel verdeutlichen.

Nehmen wir an, Du bist 10 Jahre alt und bereits so vernünftig (wer ist in dem Alter etwa unvernünftig?), dass Deine Eltern Dich in den Supermarkt schicken können. Es ist Sonnabend 11 Uhr, Deine Mutter hat sich die Grippe eingefangen und liegt mit Fieber im Bett. Dein Vater ist wie immer zur Arbeit gegangen - es soll ja auch Menschen geben, die am Wochenende arbeiten müssen und der Wochenendeinkauf wurde noch nicht getätigt. Also quält sich Deine Mutter aus dem Bett und erstellt eine Einkaufsliste. So vernünftig wie Du bist, murrst Du ja auch nicht, nimmst die Liste, das Geld (100 €--Schein) und den Rentner-Mercedes (Einkaufsroller) und machst Dich auf den Weg.

Am Supermarkt angekommen, nimmst Du die Marke für den Einkaufswagen aus der Tasche Deines Rollers und schiebst diese in den Schlitz des Einkaufswagens. Nun ziehst Du den Einkaufswagen heraus und verstaust den Einkaufsrollen unter dem Korb, so wie es Deine Mutter auch immer macht und stiefelst in den Laden.
An das Paket Korn-Flakes kommst Du ganz leicht heran, steht ja auf den Boden. Mit dem Nutella-Glas hast Du schon mehr Schwierigkeiten, kommst gerade noch so mit dem Arm ran. Nun auf zur Wurstabteilung, na da wartest Du erst mal, die Schlange ist doch sehr lang und als Du dran bist und gerade was sagen willst, plappert der Kerl hinter Dir schon los. Na, beim nächsten passt Du besser auf und sagst frech: 'Jetzt bin ich aber erst dran' und wirst dadurch auch bedient. Milch, Butter, Brot, Eier bringen keine Probleme für Dich. Der Einkaufswagen füllt sich so langsam und es wird schwere und schwerer diesen zu schieben.

Nun, wo der Alkohol steht, weißt Du ja, nur an die Flasche mit dem 80-prozentigen Rum kommst Du nun doch nicht heran. Also bittest Du eine Erwachsene diese von ganz oben aus dem Bord Dir zu geben, was diese tatsächlich auch macht (soll ja auch noch andere freundliche Frauen geben, außer Deiner Mutter).

Nun steht nur noch ein Artikel (außer einer Zeitschrift und der Bildzeitung) auf Deiner Liste: '1 Packung Froms de Luxe'. Du weißt gar nicht, was das ist und fragst so eine junge Angestellte des Ladens im weißen Kittel, ob sie Dir sagen könnte, wo Du diesen findest. Da Du dieses von Deinem Einkaufszettel abgelesen hast und die Aussprache auch nicht ganz so korrekt war, bittet die Angestellte Dich um den Zettel und liest das selbst. Du wunderst Dich nur, warum diese leicht errötet, folgst ihr aber, als sie sagt: 'Na, dann komm mal mit'“. Sie nimmt eine Packung aus dem Regal und legt diese in Deinen Einkaufskorb.

Du schiebst nun in Richtung Kasse, da dort ja auch Zeitschriften liegen, nimmst von unten die Bildzeitung, mit dem nackten vollbusigen Titelbild - fragst Dich aber, warum die Frau sich so abbilden lässt - und suchst nun nach der anderen Zeitung, dem "Playboy". Lange musst Du suchen, bist Du diesen endlich findest - ganz, ganz oben im Zeitschriftenständer steckt er, da kommst Du überhaupt nicht ran. Just in dem Moment greift ein Mann zu einem dieser Exemplare.
Na, pfiffig wie Du bist, bittest Du ihn, Dir auch einen zu reichen. Der Mann schaut Dich groß von oben bis unten an, sieht Deinen Einkaufszettel, erkennt scheinbar auch, dass da 'Playboy' darauf steht, schüttelt nur den Kopf und gibt Dir ein Exemplar ohne ein Wort zu sagen. Artig wie Du bist, bedankst Du dich dafür, aber auch hier erhältst Du darauf keine Antwort.

Na, dann eben nicht ist Dein Gedanke! und auf zur Kassen. Du kommst also auch dort an eine Schlage, schiebst Dich in dieser fort, siehst die Tabakwaren in dem Ständer und legst eine Schachtel von der Lieblingssorte Deines Vaters mit in den Korb, Du magst ja Deinen Pappa. Jetzt kannst auch Du Deine Sachen auf das Laufband legen.

Nun läuft alles fast vollautomatisch ab. Die Dame an der Kasse nimmt jeden Artikel in die Hand, führt diesen über so ein (meist grünes) Sichtfenster (Scannerfeld) so das dieses Etikett mit den schwarzen Strichen drauf (Barcode) vom Scanner, welcher unter dem Sichtfenster eingebaut ist, eingelesen wird. In dem Kassensichtfenster erscheint nun die Artikelbezeichnung und der Preis dessen, gleichzeitig wird beides auf den Kassenbon gedruckt. Ist es korrekt geschehen und der Scanner piepte auch nicht, legt sie den Artikel für Dich zum Einpacken wieder aus der Hand. Du packst jeden Artikel wieder in den Einkaufwagen.

Sind alle Artikel von der Kasse erfasst worden, drückt die Kassiererin auf den Gesamtsummen-Knopf und fordert Dich auf, diesen Betrag, hier 99,98 € ihr zu geben. Du reichst Deinen 100 € - Schein ihr hin, sie nimmt ihn und gibt Dir 2 Cent und den Bon zurück.

Du denkst so’n Mist, ist noch nicht mal ein Eis für den Heimweg drin, na ja das Überraschungsei hab ich mir ja schon genommen gehabt - stand zwar nicht auf dem Zettel, aber wofür schuffte ich hier so schwer und bewegst Dich dabei in Richtung Packtisch.

Doch bevor Du noch Deinen Einkaufsroller aus dem Einkaufswagen hervor gekramt hast, wirst Du freundlich von einem Mann angesprochen. Dieser hält Dir so eine viereckige Plastikkarte mit seinem Bild drauf entgegen, auf der steht: Herr x ist Kontrolleur des Ordnungsamtes der Gemeinde 'y'. Du schaust dem Mann ins Gesicht, dabei siehst Du plötzlich Deinen Vater hinter diesem Mann stehen, willst schon freudig Deinen Vater begrüßen, doch jedes Wort bleibt Dir im Halse stecken, als Du seinen düsteren Blick bemerkst. Du weißt aus guter Erfahrung, dieser Blick verheißt nichts gutes.

Doch Du bist Dir keiner Schuld bewusst, hast doch genau das gemacht, was Deine Mutter Dir aufgetragen hat. Die Zigaretten sind ja für ihn, deshalb wird er nicht so böse sein. Na ja, das Überraschungsei, nein das kann doch nicht so schlimm sein. Ist es auch nicht, dieses geht nur Deine Mutter und dich etwas an. Aber gravierende Fehler haben hier mehrere Erwachsene in der Story gemacht.

Also, zurück zur Kasse. Das ist der Ort, an dem der Hauptfehler gemacht wurde, da hier rechtlich ein Vertrag zwischen dem Supermarkt und Dir geschlossen wurde. Nun in Deinem Alter bist Du noch nicht voll geschäftsfähig und konntest einen rechtverbindlichen Vertrag (so nennt man das), der hier durch Übergabe der Artikel an der Kasse an Dich, sowie der Bezahlung von Dir mit dem 100 €-Schein gar nicht geschlossen werden, da Du nur im Rahmen des sogenannten Taschengeld-Paragraphen hättest etwas kaufen dürfen. Nur fast 100 Euro sprengen diesen Rahmen. Und, obwohl rechtlich kein Vertrag zu Stande kam, warst Du nach verlassen des Kassenbereichs im Besitz von all den Dingen in Deinem Einkaufswagen.

Deshalb beginnt jetzt der freundliche Mann mit dem Dienstausweis auch, genau alle Artikel in Deinem Einkaufswagen in eine Liste zu schreiben.
Dabei beobachtest Du Deinen Vater. War seine Mine bisher unfreundlich, dann verdüstert sie sich plötzlich noch mehr, als die Packung 'Froms de Luxe' in die Liste eingetragen wird. Nachdem die Liste erstellt wurde, frag er Dich nach deinem Namen. Noch bevor Du antworten kannst, sagt Dein Vater: "Das ist mein Sprössling". Beide Männer schauen sich nur an und nun bittet Dich der Mann mit ihm zu der Kasse zu gehen, an welcher Du die Dinge bezahlt hast. Auch Dein Vater macht eine Bewegung, dass Du der Bitte folgen sollst und ihr drei geht mit dem Einkaufswagen zur Kasse.

Hier angekommen, werden von den beiden Männern ihre Dienstausweise gezückt - Du wusstest ja, dass Dein Vater bei der Stadt arbeitete, aber nicht so genau was er dort macht - und bitten die Verkäuferin, nach Beendigung des laufenden Kassenvorgangs die Kasse zu schließen und ihren Chef zu holen.
Du siehst rüber zur anderen Kasse, da ist der Mann gerade dabei seinen Playboy zu bezahlen, auch die Frau, welche Dir die Flasche Rum gab, verlässt gerade den Laden. Na es dauert eine ganze Zeit, bis der Vorgesetzte (Supermarktbesitzer) erscheint - Deine freundlichen Helfer sind jetzt beide aus dem Laden.

Ab jetzt ist sowohl für den Supermarktbesitzer, der Kassiererin aber auch der Angestellten im weißen Kittel Stress angesagt, da alle gegen geltende Gesetze zu Deinem Schutz, dem Jugendschutzgesetz, verstoßen haben, auch wenn wie oben beschrieben Du nicht Eigentümer des Einkaufs wurdest.

Etwas schwer ist schon der Unterschied zu verstehen, was Eigentümer bzw. Besitzer bedeutet. Auch hierfür ein Beispiel: Der Mann, der für sich den 'Playboy' kaufte ist der Besitzer und Eigentümer, hast ja gesehen, wie er diesen bezahlte, bevor er den Laden damit verlies. Auf der Straße aber wird ihm dieser Playboy von einem Dieb entrissen. Der Mann bleibt Eigentümer an dem Playboy, auch wenn der Dieb diesen nun besitzt, also der jetzige Besitzer ist.
Aber auch, wenn Du etwas verleihst, was Dir gehört, bleibst Du der Eigentümer, auch wenn der Besitzer zeitweise wechselt - Du, Dein/e Freund/in und wieder Du.

Aber zurück in den Laden:
Was hier sowohl von Deinem Vater, als auch von dem anderen Kontrolleur beanstandet wird, ist, dass sich in Deinem Einkaufskorb solche Dinge wie:
Alkohol (die Flasche 80-prozentiger Rum), die Rauchwaren (Zigaretten), das Verhütungsmittel (Packung 'Froms de Luxe') und Zeitschrift (Playboy) befinden.
Nun werden jene beanstandeten Dinge noch alle einmal protokolliert und der Ladenbesitzer blättert währenddessen in dem Playboy. Du selbst kannst dabei auch ein Blick auf so eine barbusig dargestellte Dame werfen, bevor Dein Vater bemerkt, dass Du auch in den Playboy schaust und diesen zuschlägt.

Aber Du bist mehr mit den Gedanken beschäftigt, warum nur der Playboy und nicht auch die Bildzeitung in Deinem Warenkorb beanstandet wird.

Nachdem auch diese Liste erstellt ist, versucht sich der Ladenbesitzer heraus zu reden, dass Du gar nicht an die beanstandeten Gegenstände hättest kommen könne und bittet die Kontrolleure darum, dass sie sich selbst davon überzeugen können. Also macht ihr vier (Ladenbesitzer, Kontrolleure und Du) euch auf, die einzelnen Stationen anzusehen (in Augenschein zu nehmen).

Beide Kontrolleure kommen zu der Ansicht, dass Du nie und nimmer allein an all die Dinge hättest kommen können. Deshalb wirst Du nun gefragt, wie Du es anstelltest, dass die Sachen trotzdem in Deinen Einkaufswagen liegen. Wahrheitsgemäß antwortest Du nun, dass Du eine Frau gebeten hast Dir die Flasche Rum zu geben, einen Mann auch batest Dir den Playboy zu reichen und für die komische Packung hast Du die Dame im weißen Kittel angesprochen, die hier die Ware einsortierte. Bei Deiner Erzählung erhellte sich mehr und mehr das Gesicht des Ladenbesitzers bis hin zum Lächeln, da für ihn selbst das gröbste ausgestanden ist.

Natürlich ist er noch Chef und Vorgesetzter seiner Mitarbeiterinnen (Kassiererin, Angestellte), aber eine drohende Schließung seines Ladens, welche möglich gewesen wäre, sieht er nicht mehr auf sich zukommen.

Nun geht’s zurück in das Büro des Ladenbesitzers, auf dem Weg dorthin flüstern beide Kontrolleure mit einander. Dabei vereinbaren sie, dass Du die Ware mit nach Hause nehmen darfst (Dein Vater möchte ja schließlich am Wochenende etwas zu essen haben) und sagen dieses auch dem Ladenbesitzer mit der Begründung, dass es sich offensichtlich bei dem getätigten Einkauf um die Versorgung einer Familie handeln würde und sie den Jungen mit den Sachen nach Hause brächten, trotzdem werden Sie den Vorgang auf den Verwaltungsweg bringen. Für den Ladenbesitzer würde es wohl auf eine Ordnungswidrigkeit mit einer geringen Geldbuße hinauslaufen, da das Rollgitter bei den Rauchwaren aufgrund eines Defekts nicht geschlossen war.

Aber bei den Mitarbeiterinnen dagegen wird es wohl zur Anzeige komme, da diese die volle Verantwortung dafür tragen, dass Artikel dieser Art (nun wird’s etwas trocken, da auch Gesetzestext folgt):

sexuelle Handlung (Froms de Luxe)
Verstoß gegen: Strafgesetzbuch -
§ 176. Sexueller Mißbrauch von Kindern. (1) Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen läßt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer ein Kind dazu bestimmt, daß es sexuelle Handlungen an einem Dritten vornimmt oder von einem Dritten an sich vornehmen läßt.
(3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
1. sexuelle Handlungen vor einem Kind vornimmt,
2. ein Kind dazu bestimmt, daß es sexuelle Handlungen an sich vornimmt, oder
3. auf ein Kind durch Vorzeigen pornographischer Abbildungen oder Darstellungen, durch Abspielen von Tonträgern pornographischen Inhalts oder durch entsprechende Reden einwirkt.
(4) Der Versuch ist strafbar; dies gilt nicht für Taten nach Absatz 3 Nr. 3.

pornographische Zeitschrift (Playboy)
Verstoß gegen: Strafgesetzbuch -
§ 184. Verbreitung pornographischer Schriften.
Wer pornographische Schriften (§ 11 Abs. 3)
1. einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht,
2. an einem Ort, der Personen unter achtzehn Jahren zugänglich ist oder von ihnen eingesehen werden kann, ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,
3. im Einzelhandel außerhalb von Geschäftsräumen, in Kiosken oder anderen Verkaufsstellen, die der Kunde nicht zu betreten pflegt, im Versandhandel oder in gewerblichen Leihbüchereien oder Lesezirkeln einem anderen anbietet oder überläßt, ...

Alkohol (Flasche Rum)
Verstoß gegen: Das Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit (JÖSchG) -
§ 4 Abgabe alkoholischer Getränke
(1) In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen

1. Branntwein, branntweinhaltige Getränke oder Lebensmittel, die Branntwein in nicht nur geringfügiger Menge enthalten, an Kinder und Jugendliche,

2. andere alkoholische Getränke an Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden.

(2) Absatz 1 Nr. 2 gilt nicht, wenn Jugendliche von einem Personensorgeberechtigten (§ 2 Abs. 2 Nr. 1) begleitet werden.

(3) In der Öffentlichkeit dürfen alkoholische Getränke nicht in Automaten angeboten werden. Dies gilt nicht, wenn ein Automat in einem gewerblich genutzten Raum aufgestellt und durch Vorrichtungen oder durch ständige Aufsicht sichergestellt ist, daß Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren alkoholische Getränke nicht aus dem Automaten entnehmen können. § 20 Nr. 1 des Gaststättengesetzes bleibt unberührt.

Tabakwaren (Zigaretten)
Verstoß gegen: Das Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit (JÖSchG) -
§ 9 Rauchen in der Öffentlichkeit
Das Rauchen in der Öffentlichkeit darf Kindern und Jugendlichen unter sechzehn Jahren nicht gestattet werden.

in die Hände und dem Besitz des Kindes gelangten.

Damit verabschieden sich die beiden Kontrolleure, nehmen Dich und Deinen Einkaufswagen in die Mitte und ihr marschiert zum Packtisch. Hier packt nun Dein Vater all die Dinge in den Einkaufsroller und ihr geht zusammen zum Dienstwagen, mit welchem Du bist vor die Haustür gefahren wirst.

Bleib ich noch ein bisschen bei der Familiengeschichte:
Du kommst also in die Wohnung, sofort fragt Dich Deine Mutter, wieso Du jetzt erst kommst. Du erzählst nur, dass Du Pappa im Supermarkt trafest, und er Dich nach Hause gefahren hätte, nur muss er noch mal zur Dienststelle.
Von dem ganzen Vorgang im Supermarkt selbst, erzählst Du nichts, da Du diesen so richtig noch nicht verstanden hast.
Nach mehreren Stunden kommt dann auch Dein Vater nach Hause. Dieser schickt Dich sofort auf Dein Zimmer und plötzlich wird es lauter bei euch im Haus. Du kannst Deinen Vater hören, wie er sagt: "Hättest Du doch besser diesen Kerl im gelben Porsche angerufen, der immer dann kommt, wenn ich abends die Gaststätten kontrollieren muss. Wenn er schon diesen Stroh-Rum säuft, kann er auch mal einen Einkauf tätigen und die Präservative selbst holen die ihr anscheinend benötigt, ich benutze diese Dinger doch nicht!" Danach ist Funkstille und von Stund' an herrscht "dicke Luft" bei euch zu Hause.

(Willst Du wissen, wie die Familiengeschichte weiter geht, bzw. wie der angesprochene rechtliche Aspekt ausgeht - dann vote entsprechend dafür!)

Die Piranho Web development Community, das Neutrum:
Nachdem also das Fehlverhalten im Supermarkt dargestellt wurde, kann man das obige leicht auf Piranho übertragen. :-)
Setzt man:
Piranho = Supermarkt,
Admins = Ladenbesitzer,
CM's = Kassiererin,
MODs = Angestellte,
User = Kunde (das 10-jährige Kind),
Kontrolleur = Polizei, Staatsanwaltschaft,
----------
Playboy = User-HP mit pornographischem Inhalt,
Kondome = Beiträge, Workshops mit sexuellem Inhalt,

dann hast Du genau den Grund, warum sich Boards, welcher Art auch immer, mit der Gestattung von Beiträgen und Workshops mit sexuellen Inhalten so schwer tun und diese Themen lieber ganz aus ihrer Community verbannt wissen wollen, bevor sie Gefahr laufen selbst per Urteil geschlossen zu werden!

Anhang (Stand 21.11.02 - 18:14h):

a.
Der Link für jene, die mehr wissen wollen.

b. In den bisheriegen Kommentaren wurden folgende Fragen ausgeworfen:
1. Ist es berechtigt, daß der WS hier erschien?
Ich sage ja, da dieser in direkten Zusammenhang mit Piranho steht - hier muß doch nur das obige Beispiel des Supermarktes auf Piranho übertragen werden.
Selbst die Community ist doch ein solcher Supermarkt. Jeder kommt und nimmt das mit, was ihm gefällt. Dabei ist es u.a. die Aufgabe der Ladenbesitzer ('timo' und 'zedsoy') darauf zu achten, daß keine verbotenen Dinge mitgenommen werden können.

2. Zum Thema: 'Kondome'
Natürlich sind diese nützlich, aber auch für ein 10-jähriges Kind? Hier hätte das Kind auch 9, 8 oder noch jünger sein können, wäre nur etwas schwierig mit dem Einkaufswagen geworden. :-)
Wer hindert Kinder eigentlich daran, das Board von Piranho zu besuchen und sowohl Threads, als auch Beiträge zu lesen, die ihrem Alter nicht angemessen sind?


Danksagung an:

'EDVbaumann' - welcher aufgrund seines Beitrags im Thread:

sexuelle Inhalte!

mir
Einblick in seine Ausarbeitung gewährte und diese z. Vfg. stellte.

'zulehner'- Roland nahm diesmal das Korrekturlesen vor, trotzdem sind es nicht seine Fehler, die gefunden werden könnten. ;-)

'all jene'- die sich im Vorfeld mit dem Thema befaßten und durchs Lesen jetzt noch mit befassen.

'Piranho User' - für die Eingloggung und bitte das Bewerten nicht vergessen.

'alle' - fürs Lesen sagt der

Autor: roeselhof

Roeselhof

Roeselhof hat mir das Recht eingeräumt, seinen WS innerhalb meiner HP zu veröffentlichen, dafür danke ich ihm, "Quasimodo" ;-)



wer die Seite direkt aufgerufen hat, bitte hier klicken, um zur Startseite zu kommen!
Diese Seite wurde am 21.November 2002 erstellt, letzte Änderung am 29. Januar 2009
© Diethelm Glaser, alle Rechte vorbehalten | Seite 1.333

dieser Frameset gesamte HP
seit 3.11.2016
seit 26.8.2010
kostenlose Counter<BR> bei xcounter.ch
seit 19.5.2007