Hilfe in Afrika

Didis "Allerlei"-HP - Afrika, Seite 2


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IM OP VOR AFRIKA

Deutscher Arzt arbeitet auf einem Krankenhausschiff
In Sierra Leone ist Frieden eingekehrt, doch die medizinische Versorgung liegt brach. Hoffnung bringt das weiße Schiff, das im Hafen von Freetown liegt. Die Anastasis ist ein schwimmendes Krankenhaus, in dem kostenlos die Ärmsten operiert werden.

Dr. Lür Köper ist 54 Jahre und Chirurg. Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie ist seine Domäne. Er hat genau die Fertigkeiten, die auf dem Krankenhausschiff Anastasis gebraucht werden. Das Schiff macht Station im Hafen von Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, einem der ärmsten Länder der Welt. Schon von weitem leuchtet sein Weiß am Horizont.

Wenigen kann geholfen werden.  Zwei Zelte bilden die Pforte, sie sind das Nadelöhr zur Hilfe. Jeden Tag kommen Hunderte zur Anastasis, in der Hoffnung medizinisch versorgt zu werden. Nur den Wenigsten können die Ärzte aus dem Westen helfen. Sie können nicht gutmachen, was in langen Jahren von Bürgerkrieg und fehlender ärztlicher Versorgung unterlassen wurde. Nur die Patienten mit den drängendsten Krankheiten dürfen an Bord. Ihnen wird direkt geholfen, kostenlos und unbürokratisch.

Dr. Lür Köper ist dieses Mal für eine Woche an Bord des Schiffes, zum Arbeiten im Urlaub. Seit zehn Jahren engagiert er sich bei der christlichen
Hilfsorganisation Mercy Ships und verbringt im Jahr bis zu sechs Wochen an Bord der Anastasis. Bis zu zwölf Stunden täglich steht er an Bord im OP.

Schwimmendes Krankenhaus
40 Menschen liegen eng gedrängt auf der Krankenstation im Bauch des Schiffes. Die Noma-Krankheit hat einer Frau das Gesicht weggefressen, sie hat eine neue Nase bekommen. Einem Mann riss die Kugel eines Rebellen ein Auge und den Wangenknochen weg. Andere leiden unter angeborenen Deformationenen, gutartigen Wucherungen, Augenleiden oder Verbrennungen.

Es gibt drei Operationssäle an Bord, ein Labor, Augen- und Zahnpraxen. Die Ärzte sind in der Lage, in ihrem schwimmenden Krankenhaus auch schwierige, stundenlange Operationen durchzuführen. Auf zehn Quadratmetern sind alle wichtigen Geräte gedrängt, nur ein Viertel des Platzes eines deutschen Operationssaals.

Unterstützung aus der Heimat
400 Crew-Mitglieder leben und arbeiten an Bord der Anastasis. Sie stammen aus mehr als 30 Nationen, viele von ihnen sind Deutsche. Einige bleiben nur ein paar Wochen oder Monate, andere sogar Jahre. Sie alle werden von Freunden oder Verwandten aus der Heimat unterstützt, denn etwa ein Drittel der Betriebskosten des Schiffs soll die Crew selbst erwirtschaften. Den Rest der jährlich benötigten rund zwei Millionen Dollar finanzieren sie über Spenden.

Die Helfer zahlen 260 Dollar pro Monat für Unterkunft in einer Dreierkabine und Verpflegung. Ist es Gottes Lohn, für den sie arbeiten? "Ich mache es nicht, weil ich ein Super-Christ sein möchte", sagt Dr. Lür Köper, "ich will meine Arbeit tun in meiner Verantwortung für den nächsten. Ein anderer leistet sich einen Porsche, da habe ich kein Interesse dran. Das hier ist mein Porsche, wenn Sie so wollen."

Immer wieder zurück zur Anastasis
Nach einer Woche geht es wieder zurück nach Bremen. Dort ruht sich Dr. Köper für eine Woche aus und geht dann wieder in seiner Klinik an die Arbeit. Doch die Anastasis lässt ihn nicht los: Er will bald wieder zurückkehren. Bei seinem nächsten Besuch wird das Schiff vor Togo liegen.
Auch dort wird die Hilfe dringend erwartet.

Das Nachrichtenangebot des ZDF finden Sie unter
http://www.zdf.de
ZDF.reporter - 11.02.2003

Helfen Sie den Ärzten auf den Mercy-Ships

Spendenkonten und Kontakt

ZDF.reporter Walter Heinz berichtete über den freiwilligen Einsatz deutscher Chirurgen auf einem Krankenhausschiff vor der afrikanischen Küste. Sie können die Arbeit der Ärzte auf den Mercy-Ships ganz konkret unterstützen: Unter anderem müssen Sterilisatoren für OP-Besteck und ein Laborkühlschrank angeschafft werden.

Mercy Ships ist eine internationale, christliche Hilfsorganisation. Sie betreibt zurzeit zwei Krankenhausschiffe, die bei Hilfsprojekten zum Einsatz kommen: die MS ANASTASIS und die MS CARIBBEAN MERCY. Ein weiteres Schiff, die MS AFRICA MERCY, wird momentan in England ebenfalls von einem Fährschiff in ein Krankenhausschiff umgebaut. Der eingetragene Verein "Mercy Ships" verfügt über ein Spendensiegel der Deutschen Evangelischen Allianz.
Spendenkonto Mercy Ships Deutschland e.V.
Raiffeisenbank Hurlach, BLZ 701 694 13 | Kontonummer 915440 | Kennwort "ZDF-Projekt"

Mit Ihrer Spende können Sie mithelfen, die Ausstattung auf den "Mercy-Ships" zu verbessern. Von dem Geld, das Sie mit dem Betreff "ZDF-Projekt" überweisen, sollen u.a. zwei Sterilisatoren für OP-Gerät angeschafft werden (insgesamt ca. 10.000 Euro). Außerdem benötigt die Crew einen Laborkühlschrank (ca. 16.000 Euro). Darüber hinaus wirbt die Organisation um regelmäßige Spenden, um eine langfristige Planung der Hilfsangebote zu ermöglichen.
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Homepage von MercyShip
Kontaktadresse: Mercy Ships e.V.
Am Riederloh 6
87600 Kaufbeuren
Tel.: (08341) 982-17, Fax: (08341) 982-06
E-Mail: mail@mercyships.de

Ich habe den Bericht gesehen und fand diese Hilfe einfach Klasse!

Von einem, der unter Geparden lebte
Leben für Geparden e.V. Homepage


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Diese Seite wurde am 20. Februar 2003 erstellt, letzte Änderung am 02. Juni 2010
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